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Offen über Hochsensibilität reden

Vor ein paar Monaten kam eine Kollegin zu mir und erzählte mir von einer Person, die angab hochsensibel zu sein. Nachdem sie wusste, dass ich hochsensibel bin, da ich in ihrer Gegenwart offen darüber gesprochen hatte, bat sie mich, mehr darüber zu erzählen, da das Thema immer noch weitgehend unbekannt für sie war. Etwas später stellte sich heraus, dass es sich um ihre Tochter handelte, die einen Burnout erlitten hatte. Meine Kollegin war sehr dankbar über die Informationen, die sie von mir erhielt und kam immer wieder zu mir, um mir vom Zustand ihrer Tochter zu berichten und ich freute mich, dass ihr meine Informationen offensichtlich weiterhalfen. Eine andere Kollegin erzählte von einem Mädchen in der Schule, dass lärmempfindlich ist. Sie fühlte sich nach der Schule immer sehr energielos und hatte Probleme im Alltag, so wie alle anderen, zu funktionieren. Sie bekam eine Diagnose von der ich noch nie gehört hatte. Mir kam zu allererst der Gedanke, nachdem was sie schilderte, dass das M...

High Sensation Seeker / Scanner

Neulich habe ich das Interview mit Anne und Jacqueline gesehen. In dem Interview ging es um High Sensation Seekers oder auch Scannerpersönlichkeiten genannt. Wenn du dir das Video dazu ansehen möchtest, ich verlinke es am Ende des Artikels. Etwa 30% der HSP (hochsensiblen Personen), sind zusätzlich High Sensation Seekers. Was bedeutet das? High Sensation Seekers (HSS) ist der wissenschaftliche Begriff. Es gibt hierzu wissenschaftliche Studien. Das Wort "Scanner" hat sich im deutschsprachigen Raum etabliert. HSS setzen sich mehr Reizen aus, indem sie beispielsweise Veränderungen im Leben suchen, neugierig sind, gerne neue Leute kennenlernen, sich neues Wissen aneignen wollen, usw. Es muss nichts Extremes wie z.B. Bungee Jumping sein. Überreizung und Unterreizung können gleichermaßen ein Thema sein. Beides kann ein Problem sein. HSS langweilen sich schneller, möchten sich mehr Reizen aussetzen ohne überreizt zu sein. Das ist ein Balanceakt. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. ...

Regretting Motherhood

Da bin ich neulich auf den Blog Pusteblumen für Mama von Christine aufmerksam geworden. Worum geht es in ihrem Blog? Christine schreibt auf ihrem Blog über ihre Erfahrungen als hochsensible Mutter und wie es sich für sie anfühlt Mutter zu sein. Dabei bin ich über ihren Beitrag Regretting Motherhood gestolpert, ein wahres Tabuthema. Worum geht es denn hier? Geht es wirklich darum, dass man bereut Mutter zu sein? Mich hat diese Aussage gleich angesprochen und neugierig gemacht. Also habe ich gelesen. Es geht nicht darum, dass man sich seine Kinder weg wünscht oder keine Kinder haben möchte, sondern vielmehr darum, dass man sich überfordert fühlt. Man empfindet das Muttersein nicht als Bereicherung, sondern als Belastung. Wie fühlt man sich damit? Beschissen natürlich. Wer gibt schon gerne zu, dass er sein Kind als Belastung empfindet und lieber Zeit für sich hätte? Als Mutter hat die Gesellschaft hohe Erwartungen an dich. Als Mutter hat man aber auch hohe Erwartungen an sich selbst. Zum...

Bedürfnisse kommunizieren

Nachdem wir unsere Bedürfnisse erkannt haben, also wissen, was wir brauchen, was uns als HSP gut tut und akzeptiert haben, dass wir z.B. ein anderes Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug haben als eine nicht hochsensible Person, gilt es unsere Bedürfnisse benennen und anderen gegenüber kommunizieren zu können. Anderen sagen zu können, wie wir uns fühlen und was wir gerade brauchen, ist wirklich wichtig. Dazu müssen wir nicht jedes Mal ins Detail gehen. Es genügt, wenn wir sagen, dass wir beispielsweise gerade Zeit für uns brauchen. Das kennt eigentlich jeder. Nur dieses Bedürfnis kann bei HSPs etwas ausgeprägter sein. Unser Gegenüber wird uns höchstwahrscheinlich verstehen, weil er dieses Gefühl kennt. Vorherige Beiträge: Bedürfnisse erkennen Bedürfnisse akzeptieren

Bedürfnisse akzeptieren

Nachdem wir unsere Bedürfnisse als HSP erkannt haben und verstehen, dass diese sich von nicht hochsensiblen Personen unterscheiden können, gilt es zu lernen, diese zu akzeptieren. Denn, wenn wir das nicht tun und diese immer wieder ignorieren, dann geht es uns nicht gut und wir können krank werden. Das Bedürfnis, sich z.B. regelmäßig zurückziehen zu müssen, Me-Time, also Zeit für uns zu nehmen und unsere täglichen Eindrücke verarbeiten zu können, ist essentiell für unser Wohlbefinden. Wenn wir das nicht akzeptieren und denken: "Aber ich möchte doch noch." oder "Was denken jetzt die anderen von mir?", dann laufen wir Gefahr überreizt herumzulaufen. Je mehr Reize, desto überreizter und das kann damit enden, dass wir entweder irgendwann sehr unausgeglichen sind oder total erschöpft. Beides Zustände, denen wir vorbeugen können, wenn wir rechtzeitig die Handbremse ziehen und uns in einen Ruheraum zurückziehen. So bin ich gut zu mir. Ich nehme mich so an, wie ich bin. Ich...

Bedürfnisse erkennen

Wie gut sind wir Hochsensiblen Bedürfnisse zu erkennen? In anderen und in uns? Für mich war es schon immer ganz selbstverständlich zu sehen, wie es jemanden geht und was der derjenige braucht. Ich erkenne viel schneller bei anderen, dass etwas nicht stimmt, als bei mir. Warum ist das so?  Ich bin früh damit aufgewachsen zu erkennen, dass meine Bedürfnisse ganz hinten stehen. Ich habe gelernt zu dienen auch wenn in mir immer wieder die Rebellin erwachte und sich bemerkbar machte. Dann habe ich gekämpft. Mit meinen Nöten. Da es wichtiger war, wie es anderen ging, als mir selbst, verlor ich immer weiter den Kontakt zu mir selbst.  So eine Frage wie: Was brauche ich? Womit geht es mir gut? Mein Bauchgefühl sagt es mir. Mal das lautstarke Gehirn abstellen. All die Meinungen der Leute um mich herum. Sie verwirren mich nur. Wenn ich umgeben bin mit anderen Menschen, kann es passieren, dass ich leicht den Kontakt zu mir selbst verliere. Als HSP bin ich sehr empfänglich für Energien, d...

Emotional hochsensible Menschen

Wer sind emotional hochsensible Menschen? Sind nicht alle Hochsensiblen emotional?   Neulich landete ich auf dem Blog von Silke (Gedankenrebellin) und las ihren Artikel Leben als hochsensibler Mensch . Sie bezeichnet Hochsensibilität als Superkraft. Das finde ich mal einen sympathischen Begriff! :-) Sie beschreibt wie sie lernte vermeintliche "Schwächen" als Stärken anzunehmen. Das ist mir gerade im Laufe der letzten Jahre auch gelungen. Ich kann sogar noch ergänzen, dass ich mich trotz so mancher Aussage, die mir manchmal noch begegnet mich nicht mehr für irgendjemanden verbiege. Ich bin wie ich bin. Wer mit meiner Hochsensibilität nicht umgehen kann, muss mich dann wohl meiden. Das ist zwar schade, aber nicht zu ändern. Weiter beschreibt Silke die unterschiedlichen Arten von Hochsensibilität und unterscheidet zwischen sensorisch hochsensible Menschen, emotional hochsensible Menschen und kognitiv hochsensible Menschen. Ich selber zähle mich primär zu den emotional hochsensib...

Hochsensibilität im Alltag

Die Stimmungen und Gefühle anderer Menschen im Alltag bei Begegnungen unterschiedlichster Art zu spüren ist für eine hochsensible Person (HSP) immer wieder eine Herausforderung. Ich habe bereits vor Jahren einmal darüber in meinem Blog geschrieben. Stimmungen anderer empfinden . Ich bin immer wieder erstaunt darüber wie mich Themen mit denen ich mich schon vor Jahren auseinandergesetzt habe, immer wieder zu mir zurückkehren. Das geschieht, wenn ich mal wieder auf die eine oder andere Art daran erinnert werden muss, wer ich bin und wie ich mit mir umgehen sollte, damit ich nicht nur überreizt herumlaufe. Meine Hochsensibilität kommt und geht ja nicht wie ein Schnupfen. Sie ist beständig da. Sie begleitet mich bei jeder Begegnung, bei jeder Erfahrung.  Helfen tut dabei nur Akzeptanz. "Nimm dir nicht alles so zu Herzen." "Du lässt das zu nah an dich heran." Das sind Phrasen die für einen Außenstehenden, nicht Hochsensiblen, leicht daher gesagt sind und nicht wirklich h...

Sei gut zu dir

Wie viel Liebe ist gut? Kann man zu viel lieben? Wohl kaum. Aber man muss einen Menschen gehen lassen können, wenn man merkt, dass nur wenig zurück kommt und derjenige nicht bereit ist für die Liebe. Ansonsten ist man nicht gut zu sich und verletzt sich nur selbst. Das, was man nie erzwingen kann, ist der freie Wille. Liebe heißt auch, sich zurück nehmen können. Aus dem Fokus der Beziehung zu treten und seinen eigenen Weg zu gehen. Wenn wir den Fokus auf uns selber legen, anstatt auf den anderen, merken wir besser, was uns persönlich gut tut. Wie geht es mir denn gerade mit der anderen Person? Mal hinspüren wie sich das anfühlt. Man sollte meinen, gut zu sich zu sein ist das natürlichste der Welt! Nein, leider nicht. Oft sind wir sogar viel mehr darauf bedacht, dass es anderen gut geht und vernachlässigen uns selbst dabei total. Das ist v.a. ein Phänomen der weiblichen Spezie. Haben wir doch über Generationen hinweg von Kindesbeinen an gelernt, zu dienen. Wir kümmern uns während wir se...

Ich bin froh hochsensibel zu sein

Anfangs hieß die Überschrift zu diesem Beitrag "Wenn ich nicht hochsensibel wär". Dieser lag schon länger in meinen Entwürfen. Ich hatte ihn aber noch nicht mit Inhalt gefüllt. Darüber schreiben wollte ich aber schon länger. Dann las ich den Artikel von Jasmin von HealthyHabits " Pille gegen Hochsensibilität ", in dem sie davon schreibt, ob sie, wenn es ein Medikament gegen Hochsensibilität gäbe, es auch nehmen würde. Und das brachte mich wieder zu meinen Gedanken: Wer wäre ich, wenn ich nicht hochsensibel wär? Am Ende des Beitrags entschied ich mich aber die Überschrift in "Ich bin froh hochsensibel zu sein" umzubenennen, denn letztendlich kommt es nicht darauf an, wer ich nicht bin, sondern nur wer ich bin. Noch bevor ich wusste, dass ich hochsensibel bin, also, bevor ich wusste, dass meine Wesensart so genannt wird, wünschte ich mir, dass ich mich nicht so verkehrt in dieser Welt fühlte und einfach mehr Selbstbewusstsein hätte, um u.a. auch im Berufsl...

Small-Talk

Schon lange geistert dieses Thema immer mal in meinem Kopf herum aber irgendwie hab ich ihm nie einen eigenen Artikel gewidmet. Da ich mit dem Thema Small-Talk in den letzten Monaten verstärkt konfrontiert wurde, möchte ich es doch mal ansprechen. Gleich vorweg, Small-Talk ist nicht eine meiner Stärken. Small-Talk ist für viele Hochsensible eine echte Herausforderung. Aber man kann es auch lernen, wenn man sich darauf einlässt. Früher gelang mir Small-Talk mal mehr mal weniger gut. Dann vermied ich ihn fast gänzlich, wodurch ich mich auch ziemlich abschottete. Dann lernte ich, dass er für mich zwar ein notwendiges Übel ist aber durchaus seine Berechtigung hat in der Kommunikation zwischen den Menschen. Heute ist Small-Talk immer noch eine Herausforderung für mich. Allerdings kann es manchmal auch Spaß machen! Das hängt natürlich von meinem Umfeld und meiner Stimmung ab. Es hängt aber auch davon ab, wie sehr ich mich darauf einlassen möchte. An manchen Tagen ist er mir zuwider und ich...

Entscheidungen treffen

Ich neige dazu mir zu viele Gedanken zu machen. Nicht so ungewöhnlich als HSP. Die Schwierigkeit Entscheidungen zu treffen ist bekannt. Es ist nicht immer so. Oft bin ich ganz klar. Weiß genau, was mich anzieht und was nicht. Diese Entscheidungen sind die besten. Wenn das Gehirn gar nicht erst anfängt zu rattern. Wenn ich erst einmal in der Denkspirale gelandet bin, ist es nicht mehr möglich eine Gefühlsentscheidung zu treffen. Oder doch? Ich wäge das Für und Wider ab. Doch das bringt meist wenig. Hinterher bin ich genauso schlau wie vorher. Ich finde immer Positives und Negatives an einer Entscheidung bzw. an einem Ereignis an dem ich mir nicht sicher bin, ob ich teilnehmen möchte oder nicht. Aber wie kommt es dazu? Ich versuche mich zu erinnern, wie alles anfing. Zuerst war da das Interesse. Zum Beispiel an einem Kurs oder Workshop. Dann fange ich an zu überlegen, wie ich das ganze organisiere und ich glaub genau da fängt es an ins Wanken zu geraten, weil ich dann darüber nachdenke,...

Werde der Engel, der du bist

oder: lass' die Sonne in dein Herz Ich kann den Artikel  Von der Überempfindlichkeit zur hohen Sensibilität  von Gerrit Gielen jedem, der sich zu einem hochsensiblen Menschen (HSP) zählt, wärmstens ans Herz legen. :-)

Sind HSPs Heulsusen?

Ich habe vor ein paar Tagen einen Podcast bei A Highly Sensitive Person's Life gehört, in dem es darum ging, ob HSPs schnell und viel weinen und möchte dazu ein paar Gedanken aufschreiben. Vorweg möchte ich sagen, dass ich mich über die Aussage, dass Hochsensible nah am Wasser gebaut sind, gewundert habe. Dr. Elaine Aron hat es auch als Eigenschaft aufgezählt und ich kann das so nicht bestätigen, weil es für mich impliziert, dass wir schnell, oft und viel weinen. Anders ausgedrückt: Heulsusen sind. So geht es auch Kelly in ihrem Blog. Sie spricht davon, dass sie es eher so ausdrücken würde, dass ihr schnell Tränen in die Augen steigen, wenn sie von etwas stark berührt ist. Natürlich ist es immer so, dass wir, ob hochsensibel oder nicht, in unterschiedlichen Situationen stärker berührt sind. Den einen berührt ein Sonnenaufgang besonders, den anderen eine Filmszene und den nächsten ein Song. Ich kann mich Kelly nur anschließen, dass ich nicht mehr oder öfter weine, als andere...

Warum ich Kaffee meide

Weil er mir nicht bekommt. Punkt. Eigentlich ist es so einfach und doch wusste ich lange nicht, woran es lag. Jetzt, wo ich weiß, dass ich hochsensibel bin, habe ich bereits oft gelesen, dass Hochsensibilität und Kaffeekonsum mit Vorsicht zu genießen sind, da das Koffein Reizüberflutung nährt. HSP sollten daher möglichst komplett auf Koffein verzichten. Ich habe jahrelang Kaffee getrunken. Nicht viel und mit viel Milch, sodass es gerade einmal eine Tasse schwarzer Kaffee pro Tag war, aber genug, um manchmal den ganzen Tag mit einem Unwohlsein herumzulaufen. Eigentlich ist es ja ganz einfach. Auf Kaffee verzichten. Aber ich fragte mich eben, woran es lag, denn ab und an ein Tässchen Kaffee schmeckte mir ja auch. Also, hab ich irgendwann den Tipp bekommen es mit magenschonenden Kaffee zu probieren. Das vertrug ich zwar besser aber trotzdem hatte ich tagesformabhängig immer noch mit Unwohlsein zu kämpfen. Das war nicht immer gegeben, aber doch immer wieder. Wovon das abhing, konnte ic...

Wie finde ich meine Berufung?

Ich gehe in mich. Was möchte ich? Was kann ich gut? Was interessiert mich? Wo kann ich der sein, der ich gerade bin? Finde deine Berufung. Auch bei mir ein Thema. Schon immer gewesen. Zwar entdeckte ich früh meine Vorliebe für Sprachen und andere Länder aber einen Beruf zu finden, der mich wirklich glücklich machte, war schwer zu finden. Heute denke ich, dass es weniger wichtig ist, welchen Beruf ich ausübe, sondern vielmehr eine Rolle spielt, von welchen Menschen ich umgeben bin. Die Bedürfnisse und Interessen verändern sich ja auch im Laufe des Lebens, einige verblassen, neue kommen hinzu. Ich weiß heute aber auch viel mehr über mich selbst, als früher. Wichtig für mich ist, dass ich etwas mache, das mir Spaß macht und zu mir passt. Wenn ich nicht mit Herzblut dabei bin, kann es nicht gut werden. Trotzdem ist das nicht so einfach. Da ich aufpassen muss, dass ich mir nicht zu viel zumute. Ansonsten Burnoutgefahr. Arbeiten ist kein Thema. Ich bin ein sehr zielorientierter und fleißig...

Hungergefühl

Kennt ihr das auch? Dieses plötzliche sehr starke Hungergefühl, sodass einem flau im Magen wird? Es ist so dominierend, dass es jetzt -sofort- gestillt werden muss. Passiert das nicht, geht es mir schlecht, ich kann mich nicht konzentrieren und bin schwach. Dieses akute Hungergefühl ist bei Hochsensiblen nicht ungewöhnlich. Ich hatte aber auch schon das umgekehrte Phänomen. Also, dass ich über viele Stunden keinen Hunger verspürte und ich mich wunderte, dass ich gar nichts essen wollte. Ich habe eine Parallele zu emotional und körperlich empfundenen Hunger gefunden. Bin ich emotional ausgeglichen, verspüre ich auch nicht so schnell körperlichen Hunger. Klingt vielleicht etwas merkwürdig aber für mich trifft das zu. Für mich macht das auch Sinn, denn fühle ich mich emotional ausgehungert, muss ich diese Lücke anderweitig "stopfen". Heißt das nun, dass dünne Menschen emotional ausgeglichene Menschen sind? So weit würde ich nicht gehen, aber ich glaube schon, dass der körperl...

INFJ und Persönlichkeitstest

Gestern stieß ich auf die Abkürzung INFJ bei Twitter im Zusammenhang mit HSP und ich fragte mich: Was ist das denn? Kurz Mr Google gefragt und dann wusste ich, dass INFJ für Introverted - iNtution - Feeling - Judging steht (auf deutsch: Agiert Introvertiert , Denkt Theoretisch , Interagiert Kooperativ , Lebt Geplant ). Ok, aber was genau bedeutet das? Zuerst fand ich jede Menge Seiten auf englisch bis ich dann die Seite Charaktertest.net fand. Ich belas mich und fand kurze Zeit später zu der Abkürzung noch eine weitere Seite namens Typentest Persönlichkeitstest . Interessant ist, dass ich diesen Begriff oft im Zusammenhang mit HSPs lese. Sind INFJs auch immer HSPs? Ich glaube ja. Wenn jemand mehr weiß, wäre ich sehr dankbar, wenn er diese Information mit mir teilt! Da INFJs mit ca. 1,5 % der Bevölkerung wesentlich seltener vorkommen, als HSPs, sind bei weitem nicht alle HSPs auch INFJs. Ich zähle mich nicht dazu, aber ich vermute, dass meine Tochter diese Charaktereigenschaft hat. Sic...

Die Sinnfrage

Suchst du auch häufig nach dem Sinn im Leben? In dem, was dich umgibt und in Dingen, die du erlebt hast? Die Sinnsuche im Leben ist bei uns Hochsensiblen vielleicht noch bedeutsamer, als bei anderen Menschen. Warum passiert etwas? Hätte ich es beeinflussen können? Was kann ich daraus machen? Auch wenn ich nicht gleich die Botschaft hinter einem Ereignis verstehe, so suche ich doch danach und werde auch im Laufe meines Lebens immer wieder fündig. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich nie aufgebe, die Herausforderung annehme und nicht im Selbstmitleid versinke. Es ist ein bisschen wie ein Puzzlespiel. Je mehr Teile ich finde, desto mehr fügt es sich (mein Leben) als ein Gesamtbild zusammen. Das macht für mich Sinn. Damit kann ich leben. Höhen und Tiefen gehören dazu. Als mich vor ein paar Jahren ein Schicksalsschlag traf das Leben auf eine harte Probe stellte (ich verlor mein Wunschkind) und ich zunächst gelähmt war vor Schmerz, stellte ich mir die Sinnfrage laut in Gegenwart ein...

Auftanken

Wie machst du das als HSP? Erschöpft, überreizt, ausgelaugt. Die Sinne brauchen einfach eine Pause! So geht es mir täglich. Als HSP müss(t)en wir uns öfter zurückziehen (können). Ich schreibe das bewusst so, weil es leider oft schwer realisierbar ist. Wir nehmen weiter Reize auf, obwohl wir schon längst voll sind. Unser Fass läuft schneller über als bei normal Sensiblen, weil wir mehr Reize wahrnehmen. Was mache ich dann? Auftanken. Wie? Das ist bei mir situationsabhängig. Ich habe gelernt, jede noch so kleine Lücke im Alltag "wahrzunehmen", d.h. sie bewusst zum Auftanken zu nutzen. Sei es mit Bewegung in der Natur, am Computer, beim Schreiben oder Musik hören. Hauptsache es ist ruhig um mich herum bzw. ich kann mich einfach nur auf diese eine Sache konzentrieren. Habe ich noch Umgebungsgeräusche, die mich stören oder ablenken, nehme ich Kopfhörer und höre dazu angenehme Musik, damit ich ganz bei mir sein kann. Schon eine halbe Stunde wirkt Wunder. Nach einer Stunde i...