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Schenke den richtigen Personen Aufmerksamkeit

In meinem Beitrag Ich bin ich aus der Reihe Toxische Beziehungen auf Medium erwähne ich die letzten Zeilen des Beitrages Sich wertschätzen auf den ich verlinke. Mitunter steht dort der Satz: Umgebe dich mit Menschen, die dich mögen so wie du bist. Dieser Satz ließ mich innehalten. Denn erst nach mehrmaligem Lesen wurde mir die Wichtigkeit und die großartige Bedeutung dieses Satzes so richtig bewusst. Denn mit einem mal wurde mir klar: Ich schenkte den falschen Personen all meine Aufmerksamkeit! Das merkte ich vor allem daran, dass ich bei den Menschen, denen ich meine volle Aufmerksamkeit schenkte, mit der Zeit, in immer größere Not geriet. Woran merke ich, dass ich mich in einer toxischen Beziehung befinde? Toxisch bedeutet giftig. Wie sich Gift auf uns auswirkt, wissen wir. Es geht uns schlecht. Die logische Schlussfolgerung wäre also, wenn einem eine Person nicht gut tut, Abstand zu nehmen. Vom Verstand her mag das stimmen. Doch wenn Gefühle mit eine Rolle spielen, dann kann die...

Bedingungslose Liebe

Wir alle wollen geliebt werden. So wie wir sind. Und wenn wir diesen Grundsatz beherzigen und an unsere Mitmenschen anwenden, können wir jeden bedingungslos lieben. Oder nicht? Neulich schrieb ich im Blogpost  Wieder fühlen  folgendes:  "Kein Partner, keine Freundin kann uns die Nähe oder Liebe geben, die uns seitens unserer Mutter oder unseres Vaters fehlt. (siehe auch  verletztes innere Kind ) Wir verlangen also unbewusst etwas unmögliches von unserem Partner und/oder Freund/in." Ist das wirklich so? Was ist denn das für eine Liebe von einer Mutter oder einem Vater? Oder sagen wir, nach welcher Liebe sehnen wir uns? Welche Liebe wünschen wir uns? Ja, die bedingungslose Liebe. Wir möchten geliebt werden so wie wir sind. Mit allen Ecken und Kanten. Wie liebe ich denn selber? Ist meine Liebe an Bedingungen geknüpft? Liebe ich jemanden weniger, weil er/sie nicht das macht, was ich mir von ihm/ihr wünsche? Nein. Kann ich jemanden lieben, der unfreundlich zu mir ist? Ja....

Sei gut zu dir

Wie viel Liebe ist gut? Kann man zu viel lieben? Wohl kaum. Aber man muss einen Menschen gehen lassen können, wenn man merkt, dass nur wenig zurück kommt und derjenige nicht bereit ist für die Liebe. Ansonsten ist man nicht gut zu sich und verletzt sich nur selbst. Das, was man nie erzwingen kann, ist der freie Wille. Liebe heißt auch, sich zurück nehmen können. Aus dem Fokus der Beziehung zu treten und seinen eigenen Weg zu gehen. Wenn wir den Fokus auf uns selber legen, anstatt auf den anderen, merken wir besser, was uns persönlich gut tut. Wie geht es mir denn gerade mit der anderen Person? Mal hinspüren wie sich das anfühlt. Man sollte meinen, gut zu sich zu sein ist das natürlichste der Welt! Nein, leider nicht. Oft sind wir sogar viel mehr darauf bedacht, dass es anderen gut geht und vernachlässigen uns selbst dabei total. Das ist v.a. ein Phänomen der weiblichen Spezie. Haben wir doch über Generationen hinweg von Kindesbeinen an gelernt, zu dienen. Wir kümmern uns während wir se...

Das verletzte innere Kind

Im Moment ist viel in Bewegung. Ich bewege mich zwischen Licht und Schatten meines Ichs. Vor ca. 4 1/2 Jahren erfuhr ich von Hochsensibilität. Seitdem habe ich mich damit identifiziert und mich intensiv damit auseinander gesetzt. Doch auch wenn ich mich in vielen Schilderungen und Beschreibungen wiederfand, so half diese Erkenntnis nicht über meinen tiefen inneren Schmerz hinweg, der irgendwo in mir schlummerte aber tief begraben und gut versteckt lag. Antriebslosigkeit und Depressionen sowie ein tiefer Kummer kamen immer wieder an die Oberfläche. Dann traten ein paar liebe Menschen in mein Leben. Sie meinten es gut mit mir. Alle hatten die gleiche Botschaft. Sei du selbst.  Liebe dich so wie du bist . Du bist liebenswert. Ich hörte diese Worte immer wieder. In unterschiedlichster Form. Aber ich konnte sie nicht verinnerlichen. Ich konnte sie nicht fühlen! Das  innere Kind  war verwirrt. Wer war ich früher? Wer bin ich heute? Warum bin ich so wie ich bin? Das einzige,...

Liebestank voll oder leer?

In meinem letzten Blogpost ging es um die viele Aufmerksamkeit, die meine Tochter im Moment braucht und dass sie besonders wert auf ungeteilte Aufmerksamkeit legt. Ich sprach bereits an, dass wenn man als Kind nicht genügend Aufmerksamkeit (Liebe) bekommt, das später im Erwachsenenalter zu allen möglichen Beziehungsproblemen führen kann, weil wir immer (unbewusst) erwarten, dass andere unseren Liebestank füllen (sollen). Das funktioniert natürlich nicht, weil kein Mensch später diese Lücke füllen kann. Die Erwartungen an den anderen sind einfach immens hoch, denn schließlich ist die Aufmerksamkeit einer Mutter oder eines Vaters die wichtigste als Baby bzw. Kleinkind. Fehlt diese, entsteht eine Lücke, die im Laufe des Lebens immer größer wird und die wir mit allem möglichen versuchen zu stopfen (Alkohol, Drogen, ungesunde Essgewohnheiten um nur ein paar zu nennen). Doch all diese Ersatzbefriedigungen sind nur von kurzer Dauer. Danach breitet sich wieder Leere aus, die eventuell als noc...

Ungeteilte Aufmerksamkeit

Wir alle mögen sie. Ungeteilte Aufmerksamkeit. Wenn uns jemand seine volle Aufmerksamkeit schenkt. Ohne Ablenkung. Wir nicht mit anderen geteilt werden. Wenn unsere Bedürfnisse erkannt und befriedigt werden. Ich glaube sogar, wenn man dies in frühen Kinderjahren versäumt hat zu erfahren, wurde der Bedarf nie gestillt und führt unwiederbringlich zu verschiedenen Verhaltensmustern bis spät ins Erwachsenenalter. Das kann zu allen möglichen Beziehungsproblemen führen, weil wir immer (unbewusst) erwarten, dass andere unseren Liebestank füllen (sollen). Das funktioniert natürlich nicht, weil kein Mensch später diese Lücke füllen kann. Ich habe die Beziehung zwischen meiner Tochter und ihrem Papa sowie zwischen ihr und mir in der letzten Woche etwas genauer beobachtet, nachdem ich mich im letzten Blogeintrag fragte, warum sie v.a. ihrem Papa gegenüber manchmal so ablehnend ist. Ich denke, ich habe dies nun ein Stück weit erkannt. Zum einen ist es natürlich so, dass sie uns testet mit ih...

Unabhängig von Abhängigkeiten

(Dieser Post ist eine Fortsetzung von " Aus Groß mach klein ") Immer diese Abhängigkeiten! Warum machen wir uns ständig abhängig? Warum ist unser Glück abhängig von jemand anderen? Ich erlebe gerade wieder in meinem persönlichen Umfeld, wie in einer Partnerschaft einer den seelischen Mülleimer spielt und damit sein Leben verkürzt. Solche Beziehungen sind Gift. Das schlimme ist, dass man weder dem Partner damit hilft (auch wenn man es gut meint) noch sich selbst etwas Gutes tut. Mit dieser Haltung ist keinem geholfen. Ich sehe in solchen Momenten als einzigen Ausweg den Abstand, den viele aber nicht oder viel zu spät (gezwungenermaßen) wählen. Wir können Denkanstöße liefern aber Veränderung kann nur von innen, aus uns selbst heraus, geschehen. Es ist wie mit dem Trinker oder dem Raucher. Man muss eine Veränderung wollen. Jemand der sagt, ich habe es so oft versucht und nicht geschafft, der hat es nicht ausreichend gewollt. Manchmal bedarf es extremeren Maßnahmen. Raus ...