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Posts mit dem Label "Hochsensibilität" werden angezeigt.

Offen über Hochsensibilität reden

Vor ein paar Monaten kam eine Kollegin zu mir und erzählte mir von einer Person, die angab hochsensibel zu sein. Nachdem sie wusste, dass ich hochsensibel bin, da ich in ihrer Gegenwart offen darüber gesprochen hatte, bat sie mich, mehr darüber zu erzählen, da das Thema immer noch weitgehend unbekannt für sie war. Etwas später stellte sich heraus, dass es sich um ihre Tochter handelte, die einen Burnout erlitten hatte. Meine Kollegin war sehr dankbar über die Informationen, die sie von mir erhielt und kam immer wieder zu mir, um mir vom Zustand ihrer Tochter zu berichten und ich freute mich, dass ihr meine Informationen offensichtlich weiterhalfen. Eine andere Kollegin erzählte von einem Mädchen in der Schule, dass lärmempfindlich ist. Sie fühlte sich nach der Schule immer sehr energielos und hatte Probleme im Alltag, so wie alle anderen, zu funktionieren. Sie bekam eine Diagnose von der ich noch nie gehört hatte. Mir kam zu allererst der Gedanke, nachdem was sie schilderte, dass das M...

Wahrnehmung Hochsensibilität: positiv oder negativ?

Ich habe oft gehört oder gelesen, dass Hochsensibilität von vielen als Belastung empfunden wird. In dem Fall wird es also eher negativ gewertet. Wie ich meine Hochsensibilität wahrnehme, hängt davon ab, wie ich mich fühle und wie ich mich fühle hängt auch viel davon ab, in welchem Umfeld ich mich befinde. In der Vergangenheit, also v.a. meiner Kindheit, wurde meine Sensibilität oft negativ gewertet. Ich hatte das Gefühl, sie wurde von vielen als störend empfunden. Etwas, was ich loswerden musste. Meine Sensibilität wurde selten wertgeschätzt, sondern eher kritisiert. Ich wuchs also in dem Glauben auf, dass ich nicht okay bin, so wie ich bin. Was das mit einem macht ist mir mittlerweile klar. Dass sich das negativ auf mein Wesen und auf den Umgang mit mir selbst und meinen Mitmenschen auswirkte, ist nicht so erstaunlich. Erst, als ich in ein anderes Umfeld kam und da mit einem Mal Raum war für meine Hochsensibilität, ich wahrgenommen wurde und wertgeschätzt wurde für das, was ich bin, d...

Regretting Motherhood

Da bin ich neulich auf den Blog Pusteblumen für Mama von Christine aufmerksam geworden. Worum geht es in ihrem Blog? Christine schreibt auf ihrem Blog über ihre Erfahrungen als hochsensible Mutter und wie es sich für sie anfühlt Mutter zu sein. Dabei bin ich über ihren Beitrag Regretting Motherhood gestolpert, ein wahres Tabuthema. Worum geht es denn hier? Geht es wirklich darum, dass man bereut Mutter zu sein? Mich hat diese Aussage gleich angesprochen und neugierig gemacht. Also habe ich gelesen. Es geht nicht darum, dass man sich seine Kinder weg wünscht oder keine Kinder haben möchte, sondern vielmehr darum, dass man sich überfordert fühlt. Man empfindet das Muttersein nicht als Bereicherung, sondern als Belastung. Wie fühlt man sich damit? Beschissen natürlich. Wer gibt schon gerne zu, dass er sein Kind als Belastung empfindet und lieber Zeit für sich hätte? Als Mutter hat die Gesellschaft hohe Erwartungen an dich. Als Mutter hat man aber auch hohe Erwartungen an sich selbst. Zum...

Bedürfnisse akzeptieren

Nachdem wir unsere Bedürfnisse als HSP erkannt haben und verstehen, dass diese sich von nicht hochsensiblen Personen unterscheiden können, gilt es zu lernen, diese zu akzeptieren. Denn, wenn wir das nicht tun und diese immer wieder ignorieren, dann geht es uns nicht gut und wir können krank werden. Das Bedürfnis, sich z.B. regelmäßig zurückziehen zu müssen, Me-Time, also Zeit für uns zu nehmen und unsere täglichen Eindrücke verarbeiten zu können, ist essentiell für unser Wohlbefinden. Wenn wir das nicht akzeptieren und denken: "Aber ich möchte doch noch." oder "Was denken jetzt die anderen von mir?", dann laufen wir Gefahr überreizt herumzulaufen. Je mehr Reize, desto überreizter und das kann damit enden, dass wir entweder irgendwann sehr unausgeglichen sind oder total erschöpft. Beides Zustände, denen wir vorbeugen können, wenn wir rechtzeitig die Handbremse ziehen und uns in einen Ruheraum zurückziehen. So bin ich gut zu mir. Ich nehme mich so an, wie ich bin. Ich...

Emotional hochsensible Menschen

Wer sind emotional hochsensible Menschen? Sind nicht alle Hochsensiblen emotional?   Neulich landete ich auf dem Blog von Silke (Gedankenrebellin) und las ihren Artikel Leben als hochsensibler Mensch . Sie bezeichnet Hochsensibilität als Superkraft. Das finde ich mal einen sympathischen Begriff! :-) Sie beschreibt wie sie lernte vermeintliche "Schwächen" als Stärken anzunehmen. Das ist mir gerade im Laufe der letzten Jahre auch gelungen. Ich kann sogar noch ergänzen, dass ich mich trotz so mancher Aussage, die mir manchmal noch begegnet mich nicht mehr für irgendjemanden verbiege. Ich bin wie ich bin. Wer mit meiner Hochsensibilität nicht umgehen kann, muss mich dann wohl meiden. Das ist zwar schade, aber nicht zu ändern. Weiter beschreibt Silke die unterschiedlichen Arten von Hochsensibilität und unterscheidet zwischen sensorisch hochsensible Menschen, emotional hochsensible Menschen und kognitiv hochsensible Menschen. Ich selber zähle mich primär zu den emotional hochsensib...

Herz zeigen

Warum fällt es uns so schwer Herz zu zeigen? Mitgefühl. Wenn jemand in Not ist oder Hilfe braucht. Oder einfach nur ein bisschen Empathie für jemanden, der Gefühle zeigt. Ist das zu viel verlangt? Es ist eine raue Welt da draußen. Manchmal möchte ich einfach nur meine Augen verschließen und all das Elend, die Gewalt, das Leid, diese Sinnlosigkeit ausschalten. Da klopft das Kind an meine Herzenstür und fragt: Warum das alles? Können wir uns nicht einfach in den Arm nehmen und alle lieb haben? Klingt das naiv? Ich weiß nicht. Ich bin am Tag des Friedens geboren. Unfrieden ist für mich wirklich nur schwer zu ertragen. Ob das an meinem Geburtsdatum oder an meiner Hochsensibilität liegt, weiß ich nicht. Auf jeden Fall bin ich auch konfliktscheu und das obwohl ich auch sehr impulsiv sein kann. Jede Form der Gewalt ist mir ein Gräuel und es überkommt mich ein extrem unschönes Gefühl, wenn ich Gewalt erlebe und sei es nur im Fernsehen. Dann muss ich immer wegsehen. Aber zurück zur ursprünglich...

Hochsensibilität im Alltag

Die Stimmungen und Gefühle anderer Menschen im Alltag bei Begegnungen unterschiedlichster Art zu spüren ist für eine hochsensible Person (HSP) immer wieder eine Herausforderung. Ich habe bereits vor Jahren einmal darüber in meinem Blog geschrieben. Stimmungen anderer empfinden . Ich bin immer wieder erstaunt darüber wie mich Themen mit denen ich mich schon vor Jahren auseinandergesetzt habe, immer wieder zu mir zurückkehren. Das geschieht, wenn ich mal wieder auf die eine oder andere Art daran erinnert werden muss, wer ich bin und wie ich mit mir umgehen sollte, damit ich nicht nur überreizt herumlaufe. Meine Hochsensibilität kommt und geht ja nicht wie ein Schnupfen. Sie ist beständig da. Sie begleitet mich bei jeder Begegnung, bei jeder Erfahrung.  Helfen tut dabei nur Akzeptanz. "Nimm dir nicht alles so zu Herzen." "Du lässt das zu nah an dich heran." Das sind Phrasen die für einen Außenstehenden, nicht Hochsensiblen, leicht daher gesagt sind und nicht wirklich h...

Sei gut zu dir

Wie viel Liebe ist gut? Kann man zu viel lieben? Wohl kaum. Aber man muss einen Menschen gehen lassen können, wenn man merkt, dass nur wenig zurück kommt und derjenige nicht bereit ist für die Liebe. Ansonsten ist man nicht gut zu sich und verletzt sich nur selbst. Das, was man nie erzwingen kann, ist der freie Wille. Liebe heißt auch, sich zurück nehmen können. Aus dem Fokus der Beziehung zu treten und seinen eigenen Weg zu gehen. Wenn wir den Fokus auf uns selber legen, anstatt auf den anderen, merken wir besser, was uns persönlich gut tut. Wie geht es mir denn gerade mit der anderen Person? Mal hinspüren wie sich das anfühlt. Man sollte meinen, gut zu sich zu sein ist das natürlichste der Welt! Nein, leider nicht. Oft sind wir sogar viel mehr darauf bedacht, dass es anderen gut geht und vernachlässigen uns selbst dabei total. Das ist v.a. ein Phänomen der weiblichen Spezie. Haben wir doch über Generationen hinweg von Kindesbeinen an gelernt, zu dienen. Wir kümmern uns während wir se...

Ich bin froh hochsensibel zu sein

Anfangs hieß die Überschrift zu diesem Beitrag "Wenn ich nicht hochsensibel wär". Dieser lag schon länger in meinen Entwürfen. Ich hatte ihn aber noch nicht mit Inhalt gefüllt. Darüber schreiben wollte ich aber schon länger. Dann las ich den Artikel von Jasmin von HealthyHabits " Pille gegen Hochsensibilität ", in dem sie davon schreibt, ob sie, wenn es ein Medikament gegen Hochsensibilität gäbe, es auch nehmen würde. Und das brachte mich wieder zu meinen Gedanken: Wer wäre ich, wenn ich nicht hochsensibel wär? Am Ende des Beitrags entschied ich mich aber die Überschrift in "Ich bin froh hochsensibel zu sein" umzubenennen, denn letztendlich kommt es nicht darauf an, wer ich nicht bin, sondern nur wer ich bin. Noch bevor ich wusste, dass ich hochsensibel bin, also, bevor ich wusste, dass meine Wesensart so genannt wird, wünschte ich mir, dass ich mich nicht so verkehrt in dieser Welt fühlte und einfach mehr Selbstbewusstsein hätte, um u.a. auch im Berufsl...

Small-Talk

Schon lange geistert dieses Thema immer mal in meinem Kopf herum aber irgendwie hab ich ihm nie einen eigenen Artikel gewidmet. Da ich mit dem Thema Small-Talk in den letzten Monaten verstärkt konfrontiert wurde, möchte ich es doch mal ansprechen. Gleich vorweg, Small-Talk ist nicht eine meiner Stärken. Small-Talk ist für viele Hochsensible eine echte Herausforderung. Aber man kann es auch lernen, wenn man sich darauf einlässt. Früher gelang mir Small-Talk mal mehr mal weniger gut. Dann vermied ich ihn fast gänzlich, wodurch ich mich auch ziemlich abschottete. Dann lernte ich, dass er für mich zwar ein notwendiges Übel ist aber durchaus seine Berechtigung hat in der Kommunikation zwischen den Menschen. Heute ist Small-Talk immer noch eine Herausforderung für mich. Allerdings kann es manchmal auch Spaß machen! Das hängt natürlich von meinem Umfeld und meiner Stimmung ab. Es hängt aber auch davon ab, wie sehr ich mich darauf einlassen möchte. An manchen Tagen ist er mir zuwider und ich...

Das verletzte innere Kind

Im Moment ist viel in Bewegung. Ich bewege mich zwischen Licht und Schatten meines Ichs. Vor ca. 4 1/2 Jahren erfuhr ich von Hochsensibilität. Seitdem habe ich mich damit identifiziert und mich intensiv damit auseinander gesetzt. Doch auch wenn ich mich in vielen Schilderungen und Beschreibungen wiederfand, so half diese Erkenntnis nicht über meinen tiefen inneren Schmerz hinweg, der irgendwo in mir schlummerte aber tief begraben und gut versteckt lag. Antriebslosigkeit und Depressionen sowie ein tiefer Kummer kamen immer wieder an die Oberfläche. Dann traten ein paar liebe Menschen in mein Leben. Sie meinten es gut mit mir. Alle hatten die gleiche Botschaft. Sei du selbst.  Liebe dich so wie du bist . Du bist liebenswert. Ich hörte diese Worte immer wieder. In unterschiedlichster Form. Aber ich konnte sie nicht verinnerlichen. Ich konnte sie nicht fühlen! Das  innere Kind  war verwirrt. Wer war ich früher? Wer bin ich heute? Warum bin ich so wie ich bin? Das einzige,...

Kleines Wesen große Wirkung

Ich hoffe, ich habe in meinem letzten Bogartikel nicht den Anschein erweckt, dass ich nicht nicht glücklich über das Dasein meiner Tochter bin. Das bin ich. Ich möchte sie nicht mehr missen. Es ging mir lediglich um mehr Zeit für mich , für meine Bedürfnisse. Natürlich ist meine Tochter auch ein Bedürfnis. Sie tut mir gut, wenn auch zugegeben in Maßen. Ich finde sie ein wunderbares Kind, trotz mancher Anstrengung und gerade neulich wurde mir das wieder klar, wie sehr ich viele ihrer Charaktereigenschaften schätze, als sie mit einem anderen Kind ihres Alters spielte. Ich denke, meine Hochsensibilität und ihr empathisch autonomes Wesen können gut miteinander harmonieren. Ich hatte ein paar ihrer Eigenschaften schon einmal erwähnt. Manchmal macht sie den Eindruck einer kleinen Erwachsenen. Sie ist sehr willensstark, selbständig und redet altklug. Sie guckt genau zu, was andere machen und kommentiert und analysiert dieses. Diese Worte stammen aus ihrem Mund: "Das ist aber nicht...

Lass' die Sonne in dein Herz

Ich habe in den letzten Tagen viele Informationen in mich aufgesaugt, die mich geradezu beglückt haben, weil sie mir aus der Seele sprechen. Irgendwie wurden so viele meiner Fragen beantwortet und die treffenden Worte gefunden, dass es auf einmal ganz ruhig in mir wurde. Das Leben ist Veränderung. Stillstand bringt uns nicht weiter. Das gilt nicht nur für unsere materielle Welt, sondern auch für unsere persönliche Entwicklung. Ich möchte nach vorne blicken. Alte, mich belastende Gewohnheiten hinter mir lassen. Erfahrung Erfahrung sein lassen ohne Wertung. Einsicht. Das war mein Leben. Das ist jetzt. Ich kann meinen Werdegang (positiv) beeinflussen. Ich bin nicht machtlos der Gesellschaft ausgeliefert. Es liegt bei mir, die Abwehrhaltung und Angst abzulegen. Den Strudel der Selbstzerstörung zu verlassen. Gewohnte Verhaltensmuster zu begraben. Eine neue Haltung zum Leben und Denkweise zuzulassen. Neu zu fokussieren. Das Gute in mir und in anderen Menschen zu sehen. In der Theorie wes...

Werde der Engel, der du bist

oder: lass' die Sonne in dein Herz Ich kann den Artikel  Von der Überempfindlichkeit zur hohen Sensibilität  von Gerrit Gielen jedem, der sich zu einem hochsensiblen Menschen (HSP) zählt, wärmstens ans Herz legen. :-)

Sensitive - The Untold Story

Nun ist es bald soweit. Der Dokufilm zum Trailer Sensitive ist fertig und wird am 10. September 2015 das erste Mal ausgestrahlt. Ihr könnt über Livestream mitschauen. Sensitive The Movie Wenn der Film ausgestrahlt wurde und ihr ihn gesehen habt, könnt ihr euch auch gerne hier austauschen. :-)

Warum ich Kaffee meide

Weil er mir nicht bekommt. Punkt. Eigentlich ist es so einfach und doch wusste ich lange nicht, woran es lag. Jetzt, wo ich weiß, dass ich hochsensibel bin, habe ich bereits oft gelesen, dass Hochsensibilität und Kaffeekonsum mit Vorsicht zu genießen sind, da das Koffein Reizüberflutung nährt. HSP sollten daher möglichst komplett auf Koffein verzichten. Ich habe jahrelang Kaffee getrunken. Nicht viel und mit viel Milch, sodass es gerade einmal eine Tasse schwarzer Kaffee pro Tag war, aber genug, um manchmal den ganzen Tag mit einem Unwohlsein herumzulaufen. Eigentlich ist es ja ganz einfach. Auf Kaffee verzichten. Aber ich fragte mich eben, woran es lag, denn ab und an ein Tässchen Kaffee schmeckte mir ja auch. Also, hab ich irgendwann den Tipp bekommen es mit magenschonenden Kaffee zu probieren. Das vertrug ich zwar besser aber trotzdem hatte ich tagesformabhängig immer noch mit Unwohlsein zu kämpfen. Das war nicht immer gegeben, aber doch immer wieder. Wovon das abhing, konnte ic...

Hungergefühl

Kennt ihr das auch? Dieses plötzliche sehr starke Hungergefühl, sodass einem flau im Magen wird? Es ist so dominierend, dass es jetzt -sofort- gestillt werden muss. Passiert das nicht, geht es mir schlecht, ich kann mich nicht konzentrieren und bin schwach. Dieses akute Hungergefühl ist bei Hochsensiblen nicht ungewöhnlich. Ich hatte aber auch schon das umgekehrte Phänomen. Also, dass ich über viele Stunden keinen Hunger verspürte und ich mich wunderte, dass ich gar nichts essen wollte. Ich habe eine Parallele zu emotional und körperlich empfundenen Hunger gefunden. Bin ich emotional ausgeglichen, verspüre ich auch nicht so schnell körperlichen Hunger. Klingt vielleicht etwas merkwürdig aber für mich trifft das zu. Für mich macht das auch Sinn, denn fühle ich mich emotional ausgehungert, muss ich diese Lücke anderweitig "stopfen". Heißt das nun, dass dünne Menschen emotional ausgeglichene Menschen sind? So weit würde ich nicht gehen, aber ich glaube schon, dass der körperl...

Auftanken

Wie machst du das als HSP? Erschöpft, überreizt, ausgelaugt. Die Sinne brauchen einfach eine Pause! So geht es mir täglich. Als HSP müss(t)en wir uns öfter zurückziehen (können). Ich schreibe das bewusst so, weil es leider oft schwer realisierbar ist. Wir nehmen weiter Reize auf, obwohl wir schon längst voll sind. Unser Fass läuft schneller über als bei normal Sensiblen, weil wir mehr Reize wahrnehmen. Was mache ich dann? Auftanken. Wie? Das ist bei mir situationsabhängig. Ich habe gelernt, jede noch so kleine Lücke im Alltag "wahrzunehmen", d.h. sie bewusst zum Auftanken zu nutzen. Sei es mit Bewegung in der Natur, am Computer, beim Schreiben oder Musik hören. Hauptsache es ist ruhig um mich herum bzw. ich kann mich einfach nur auf diese eine Sache konzentrieren. Habe ich noch Umgebungsgeräusche, die mich stören oder ablenken, nehme ich Kopfhörer und höre dazu angenehme Musik, damit ich ganz bei mir sein kann. Schon eine halbe Stunde wirkt Wunder. Nach einer Stunde i...

Muttersein

Nachdem ich in letzter Zeit einige Blogs zum Thema Muttersein und das Leben mit Kindern gelesen habe (von HSP und nicht HSP), möchte ich nun noch einmal nach meinem Artikel letztes Jahr Zeit für mich - als Mutter und HSP etwas im Bezug auf das Muttersein loswerden. Ich weise ausdrücklich daraufhin, dass ich im Folgenden meine persönlichen Eindrücke wiedergebe. Heutzutage muss man sich ja schon fast entschuldigen bzw. erklären, wenn man "nur" Mutter ist. Ist die moderne Frau heute ja ein Multitalent! (Achtung Ironie!) Das Vorzeigemodell macht erst Karriere, wirft dann so nebenbei ein bis zwei Kinder und widmet sich ein paar Wochen nach der Geburt gleich wieder dem Arbeitgeber statt dem Kind. Managt aber offiziell beides mit Bravur! Spätestens, wenn das Kind ein Jahr alt jung ist, wird's Zeit für eine Ganztagsbetreuung. Weint das Kind viel, ist es ein Problemkind, auch wenn es nur zur Mama will. Ist das so schwer zu verstehen? Für einen Erwachsenen scheinbar. Wir müssen...

Ich bin anders und das ist gut so!

Seit Geburt meiner Tochter bin ich am überlegen, ob sie auch hochsensibel ist. Manchmal denke ich ja, dann weiß ich es nicht oder denke nein. Vielleicht kommt es daher, dass ich sie zu sehr mit meinen Merkmalen vergleiche, dabei kann sich Hochsensibilität ja unterschiedlich beim Menschen äußern je nach Charakter, Vergangenheit, Entwicklungsstand und welche Sinne besonders ausgeprägt sind. Gestern dann stieß ich auf den Artikel Autonome Kinder im Blog Frühlingskindermama  und ich fand so viele Parallelen zum Wesen meiner Tochter, dass ich dachte: "Das ist sie!" So wie es mir ging, als ich vor knapp drei Jahren von Hochsensibilität erfuhr und dachte: "Das bin ich!" Dann fragte ich mich, kann es beides auf einmal geben? Also, das ein Kind autonom und hochsensibel ist? Ich weiß es nicht. Daraufhin startete ich eine Diskussion im Blogeintrag. Ich finde das Thema hochinteressant und würde gerne mehr Erfahrungsberichte von anderen Bloglesern hören. Vielleicht kann man bis...