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Offen über Hochsensibilität reden

Vor ein paar Monaten kam eine Kollegin zu mir und erzählte mir von einer Person, die angab hochsensibel zu sein. Nachdem sie wusste, dass ich hochsensibel bin, da ich in ihrer Gegenwart offen darüber gesprochen hatte, bat sie mich, mehr darüber zu erzählen, da das Thema immer noch weitgehend unbekannt für sie war. Etwas später stellte sich heraus, dass es sich um ihre Tochter handelte, die einen Burnout erlitten hatte. Meine Kollegin war sehr dankbar über die Informationen, die sie von mir erhielt und kam immer wieder zu mir, um mir vom Zustand ihrer Tochter zu berichten und ich freute mich, dass ihr meine Informationen offensichtlich weiterhalfen. Eine andere Kollegin erzählte von einem Mädchen in der Schule, dass lärmempfindlich ist. Sie fühlte sich nach der Schule immer sehr energielos und hatte Probleme im Alltag, so wie alle anderen, zu funktionieren. Sie bekam eine Diagnose von der ich noch nie gehört hatte. Mir kam zu allererst der Gedanke, nachdem was sie schilderte, dass das M...

Wahrnehmung Hochsensibilität: positiv oder negativ?

Ich habe oft gehört oder gelesen, dass Hochsensibilität von vielen als Belastung empfunden wird. In dem Fall wird es also eher negativ gewertet. Wie ich meine Hochsensibilität wahrnehme, hängt davon ab, wie ich mich fühle und wie ich mich fühle hängt auch viel davon ab, in welchem Umfeld ich mich befinde. In der Vergangenheit, also v.a. meiner Kindheit, wurde meine Sensibilität oft negativ gewertet. Ich hatte das Gefühl, sie wurde von vielen als störend empfunden. Etwas, was ich loswerden musste. Meine Sensibilität wurde selten wertgeschätzt, sondern eher kritisiert. Ich wuchs also in dem Glauben auf, dass ich nicht okay bin, so wie ich bin. Was das mit einem macht ist mir mittlerweile klar. Dass sich das negativ auf mein Wesen und auf den Umgang mit mir selbst und meinen Mitmenschen auswirkte, ist nicht so erstaunlich. Erst, als ich in ein anderes Umfeld kam und da mit einem Mal Raum war für meine Hochsensibilität, ich wahrgenommen wurde und wertgeschätzt wurde für das, was ich bin, d...

Bedürfnisse kommunizieren

Nachdem wir unsere Bedürfnisse erkannt haben, also wissen, was wir brauchen, was uns als HSP gut tut und akzeptiert haben, dass wir z.B. ein anderes Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug haben als eine nicht hochsensible Person, gilt es unsere Bedürfnisse benennen und anderen gegenüber kommunizieren zu können. Anderen sagen zu können, wie wir uns fühlen und was wir gerade brauchen, ist wirklich wichtig. Dazu müssen wir nicht jedes Mal ins Detail gehen. Es genügt, wenn wir sagen, dass wir beispielsweise gerade Zeit für uns brauchen. Das kennt eigentlich jeder. Nur dieses Bedürfnis kann bei HSPs etwas ausgeprägter sein. Unser Gegenüber wird uns höchstwahrscheinlich verstehen, weil er dieses Gefühl kennt. Vorherige Beiträge: Bedürfnisse erkennen Bedürfnisse akzeptieren

Bedürfnisse erkennen

Wie gut sind wir Hochsensiblen Bedürfnisse zu erkennen? In anderen und in uns? Für mich war es schon immer ganz selbstverständlich zu sehen, wie es jemanden geht und was der derjenige braucht. Ich erkenne viel schneller bei anderen, dass etwas nicht stimmt, als bei mir. Warum ist das so?  Ich bin früh damit aufgewachsen zu erkennen, dass meine Bedürfnisse ganz hinten stehen. Ich habe gelernt zu dienen auch wenn in mir immer wieder die Rebellin erwachte und sich bemerkbar machte. Dann habe ich gekämpft. Mit meinen Nöten. Da es wichtiger war, wie es anderen ging, als mir selbst, verlor ich immer weiter den Kontakt zu mir selbst.  So eine Frage wie: Was brauche ich? Womit geht es mir gut? Mein Bauchgefühl sagt es mir. Mal das lautstarke Gehirn abstellen. All die Meinungen der Leute um mich herum. Sie verwirren mich nur. Wenn ich umgeben bin mit anderen Menschen, kann es passieren, dass ich leicht den Kontakt zu mir selbst verliere. Als HSP bin ich sehr empfänglich für Energien, d...

Emotional hochsensible Menschen

Wer sind emotional hochsensible Menschen? Sind nicht alle Hochsensiblen emotional?   Neulich landete ich auf dem Blog von Silke (Gedankenrebellin) und las ihren Artikel Leben als hochsensibler Mensch . Sie bezeichnet Hochsensibilität als Superkraft. Das finde ich mal einen sympathischen Begriff! :-) Sie beschreibt wie sie lernte vermeintliche "Schwächen" als Stärken anzunehmen. Das ist mir gerade im Laufe der letzten Jahre auch gelungen. Ich kann sogar noch ergänzen, dass ich mich trotz so mancher Aussage, die mir manchmal noch begegnet mich nicht mehr für irgendjemanden verbiege. Ich bin wie ich bin. Wer mit meiner Hochsensibilität nicht umgehen kann, muss mich dann wohl meiden. Das ist zwar schade, aber nicht zu ändern. Weiter beschreibt Silke die unterschiedlichen Arten von Hochsensibilität und unterscheidet zwischen sensorisch hochsensible Menschen, emotional hochsensible Menschen und kognitiv hochsensible Menschen. Ich selber zähle mich primär zu den emotional hochsensib...

Högkänslig - Hochsensibel auf schwedisch

Hej och välkommen på min blogg!  Jag heter Anne och är högkänslig. Jag fick höra av högkänslighet för första gången 2012 och har sedan dess läst och skrivit själv mycket om högkänslighet. Min blogg Hochempfindsam handlar mest om HSP (högkänsliga personer) och högkänslighet men även andra inlägg kan förekomma. Bloggen är på tyska men det finns även information och länkar på engelska och svenska. Jag jobbar med människor och under mina år har jag blivit bättre på att berätta om min högkänslighet och vad det innebär att vara högkänslig. Många tänker fortfarande att det handlar om en sjukdom vilket inte är fallet. Högkänslighet är ett personlighetsdrag och förekommer hos 20-25% av befolkningen. Visste du att även djur kan vara högkänsliga?  Att vara högkänslig innebär att man har ett känsligare nervsystem. Det kan visas t.ex. genom att man känner, hör, luktar mera intensivt än andra. Eftersom man iaktta även subtila intryck kan man behöva mer egen tid och tid för återhämtning. Hop...

Hochsensibilität im Alltag

Die Stimmungen und Gefühle anderer Menschen im Alltag bei Begegnungen unterschiedlichster Art zu spüren ist für eine hochsensible Person (HSP) immer wieder eine Herausforderung. Ich habe bereits vor Jahren einmal darüber in meinem Blog geschrieben. Stimmungen anderer empfinden . Ich bin immer wieder erstaunt darüber wie mich Themen mit denen ich mich schon vor Jahren auseinandergesetzt habe, immer wieder zu mir zurückkehren. Das geschieht, wenn ich mal wieder auf die eine oder andere Art daran erinnert werden muss, wer ich bin und wie ich mit mir umgehen sollte, damit ich nicht nur überreizt herumlaufe. Meine Hochsensibilität kommt und geht ja nicht wie ein Schnupfen. Sie ist beständig da. Sie begleitet mich bei jeder Begegnung, bei jeder Erfahrung.  Helfen tut dabei nur Akzeptanz. "Nimm dir nicht alles so zu Herzen." "Du lässt das zu nah an dich heran." Das sind Phrasen die für einen Außenstehenden, nicht Hochsensiblen, leicht daher gesagt sind und nicht wirklich h...

Sei gut zu dir

Wie viel Liebe ist gut? Kann man zu viel lieben? Wohl kaum. Aber man muss einen Menschen gehen lassen können, wenn man merkt, dass nur wenig zurück kommt und derjenige nicht bereit ist für die Liebe. Ansonsten ist man nicht gut zu sich und verletzt sich nur selbst. Das, was man nie erzwingen kann, ist der freie Wille. Liebe heißt auch, sich zurück nehmen können. Aus dem Fokus der Beziehung zu treten und seinen eigenen Weg zu gehen. Wenn wir den Fokus auf uns selber legen, anstatt auf den anderen, merken wir besser, was uns persönlich gut tut. Wie geht es mir denn gerade mit der anderen Person? Mal hinspüren wie sich das anfühlt. Man sollte meinen, gut zu sich zu sein ist das natürlichste der Welt! Nein, leider nicht. Oft sind wir sogar viel mehr darauf bedacht, dass es anderen gut geht und vernachlässigen uns selbst dabei total. Das ist v.a. ein Phänomen der weiblichen Spezie. Haben wir doch über Generationen hinweg von Kindesbeinen an gelernt, zu dienen. Wir kümmern uns während wir se...

Ich bin froh hochsensibel zu sein

Anfangs hieß die Überschrift zu diesem Beitrag "Wenn ich nicht hochsensibel wär". Dieser lag schon länger in meinen Entwürfen. Ich hatte ihn aber noch nicht mit Inhalt gefüllt. Darüber schreiben wollte ich aber schon länger. Dann las ich den Artikel von Jasmin von HealthyHabits " Pille gegen Hochsensibilität ", in dem sie davon schreibt, ob sie, wenn es ein Medikament gegen Hochsensibilität gäbe, es auch nehmen würde. Und das brachte mich wieder zu meinen Gedanken: Wer wäre ich, wenn ich nicht hochsensibel wär? Am Ende des Beitrags entschied ich mich aber die Überschrift in "Ich bin froh hochsensibel zu sein" umzubenennen, denn letztendlich kommt es nicht darauf an, wer ich nicht bin, sondern nur wer ich bin. Noch bevor ich wusste, dass ich hochsensibel bin, also, bevor ich wusste, dass meine Wesensart so genannt wird, wünschte ich mir, dass ich mich nicht so verkehrt in dieser Welt fühlte und einfach mehr Selbstbewusstsein hätte, um u.a. auch im Berufsl...

Sehnsucht nach mehr Zeit für mich

Das Gefühl ausglaugt zu sein. Leer. Gereizt, weil meine Bedürfnisse fast immer zu kurz kommen. Es gibt keine Ich-Zeit (oder zu neudeutsch: Me-Time). Keine Zeit für mich bzw. nur sehr sehr wenig. Zu wenig für mich. Der Alltag als HSP ist so schon oft anstrengend genug, wenn man allen möglichen Reizen ausgesetzt ist, das Denkrad sich ständig dreht und man froh ist, wenn man nicht ständig für jmd anderen da sein muss. Doch mit Kind und Mann, da bleiben die eigenen Bedürfnisse oft auf der Strecke. Man funktioniert nur noch. Das höre ich auch immer wieder von anderen Mama-Bloggerinnen. Trotzdem entscheiden wir uns, manchmal vielleicht auch ungeplant, für ein Kind oder mehrere. Es ist ja auch toll ein Kind zu haben! Kinder sind so süß, v.a. wenn sie noch so klein sind! Aber... Ich höre noch die zwei alten Damen sich im Wartezimmer darüber unterhalten, welches Kindesalter am schönsten ist. Meine ist da gerade ein paar Wochen alt und verhält sich absolut ruhig schlafend im Kinderstuhl (kom...

Entscheidungen treffen

Ich neige dazu mir zu viele Gedanken zu machen. Nicht so ungewöhnlich als HSP. Die Schwierigkeit Entscheidungen zu treffen ist bekannt. Es ist nicht immer so. Oft bin ich ganz klar. Weiß genau, was mich anzieht und was nicht. Diese Entscheidungen sind die besten. Wenn das Gehirn gar nicht erst anfängt zu rattern. Wenn ich erst einmal in der Denkspirale gelandet bin, ist es nicht mehr möglich eine Gefühlsentscheidung zu treffen. Oder doch? Ich wäge das Für und Wider ab. Doch das bringt meist wenig. Hinterher bin ich genauso schlau wie vorher. Ich finde immer Positives und Negatives an einer Entscheidung bzw. an einem Ereignis an dem ich mir nicht sicher bin, ob ich teilnehmen möchte oder nicht. Aber wie kommt es dazu? Ich versuche mich zu erinnern, wie alles anfing. Zuerst war da das Interesse. Zum Beispiel an einem Kurs oder Workshop. Dann fange ich an zu überlegen, wie ich das ganze organisiere und ich glaub genau da fängt es an ins Wanken zu geraten, weil ich dann darüber nachdenke,...

Werde der Engel, der du bist

oder: lass' die Sonne in dein Herz Ich kann den Artikel  Von der Überempfindlichkeit zur hohen Sensibilität  von Gerrit Gielen jedem, der sich zu einem hochsensiblen Menschen (HSP) zählt, wärmstens ans Herz legen. :-)

Sind HSPs Heulsusen?

Ich habe vor ein paar Tagen einen Podcast bei A Highly Sensitive Person's Life gehört, in dem es darum ging, ob HSPs schnell und viel weinen und möchte dazu ein paar Gedanken aufschreiben. Vorweg möchte ich sagen, dass ich mich über die Aussage, dass Hochsensible nah am Wasser gebaut sind, gewundert habe. Dr. Elaine Aron hat es auch als Eigenschaft aufgezählt und ich kann das so nicht bestätigen, weil es für mich impliziert, dass wir schnell, oft und viel weinen. Anders ausgedrückt: Heulsusen sind. So geht es auch Kelly in ihrem Blog. Sie spricht davon, dass sie es eher so ausdrücken würde, dass ihr schnell Tränen in die Augen steigen, wenn sie von etwas stark berührt ist. Natürlich ist es immer so, dass wir, ob hochsensibel oder nicht, in unterschiedlichen Situationen stärker berührt sind. Den einen berührt ein Sonnenaufgang besonders, den anderen eine Filmszene und den nächsten ein Song. Ich kann mich Kelly nur anschließen, dass ich nicht mehr oder öfter weine, als andere...

Die Sinnfrage

Suchst du auch häufig nach dem Sinn im Leben? In dem, was dich umgibt und in Dingen, die du erlebt hast? Die Sinnsuche im Leben ist bei uns Hochsensiblen vielleicht noch bedeutsamer, als bei anderen Menschen. Warum passiert etwas? Hätte ich es beeinflussen können? Was kann ich daraus machen? Auch wenn ich nicht gleich die Botschaft hinter einem Ereignis verstehe, so suche ich doch danach und werde auch im Laufe meines Lebens immer wieder fündig. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich nie aufgebe, die Herausforderung annehme und nicht im Selbstmitleid versinke. Es ist ein bisschen wie ein Puzzlespiel. Je mehr Teile ich finde, desto mehr fügt es sich (mein Leben) als ein Gesamtbild zusammen. Das macht für mich Sinn. Damit kann ich leben. Höhen und Tiefen gehören dazu. Als mich vor ein paar Jahren ein Schicksalsschlag traf das Leben auf eine harte Probe stellte (ich verlor mein Wunschkind) und ich zunächst gelähmt war vor Schmerz, stellte ich mir die Sinnfrage laut in Gegenwart ein...

Auftanken

Wie machst du das als HSP? Erschöpft, überreizt, ausgelaugt. Die Sinne brauchen einfach eine Pause! So geht es mir täglich. Als HSP müss(t)en wir uns öfter zurückziehen (können). Ich schreibe das bewusst so, weil es leider oft schwer realisierbar ist. Wir nehmen weiter Reize auf, obwohl wir schon längst voll sind. Unser Fass läuft schneller über als bei normal Sensiblen, weil wir mehr Reize wahrnehmen. Was mache ich dann? Auftanken. Wie? Das ist bei mir situationsabhängig. Ich habe gelernt, jede noch so kleine Lücke im Alltag "wahrzunehmen", d.h. sie bewusst zum Auftanken zu nutzen. Sei es mit Bewegung in der Natur, am Computer, beim Schreiben oder Musik hören. Hauptsache es ist ruhig um mich herum bzw. ich kann mich einfach nur auf diese eine Sache konzentrieren. Habe ich noch Umgebungsgeräusche, die mich stören oder ablenken, nehme ich Kopfhörer und höre dazu angenehme Musik, damit ich ganz bei mir sein kann. Schon eine halbe Stunde wirkt Wunder. Nach einer Stunde i...

Ich bin anders und das ist gut so!

Seit Geburt meiner Tochter bin ich am überlegen, ob sie auch hochsensibel ist. Manchmal denke ich ja, dann weiß ich es nicht oder denke nein. Vielleicht kommt es daher, dass ich sie zu sehr mit meinen Merkmalen vergleiche, dabei kann sich Hochsensibilität ja unterschiedlich beim Menschen äußern je nach Charakter, Vergangenheit, Entwicklungsstand und welche Sinne besonders ausgeprägt sind. Gestern dann stieß ich auf den Artikel Autonome Kinder im Blog Frühlingskindermama  und ich fand so viele Parallelen zum Wesen meiner Tochter, dass ich dachte: "Das ist sie!" So wie es mir ging, als ich vor knapp drei Jahren von Hochsensibilität erfuhr und dachte: "Das bin ich!" Dann fragte ich mich, kann es beides auf einmal geben? Also, das ein Kind autonom und hochsensibel ist? Ich weiß es nicht. Daraufhin startete ich eine Diskussion im Blogeintrag. Ich finde das Thema hochinteressant und würde gerne mehr Erfahrungsberichte von anderen Bloglesern hören. Vielleicht kann man bis...

HS angeboren oder anerzogen?

Immer wieder stelle ich mir die Frage. Bin ich hochsensibel geboren oder wurde ich im Laufe der Jahre, während meiner Kindheit und in meinen Jugendjahren, dazu gemacht? Eigentlich denke ich nein zu letzterem, weil ich ja gewisse Fähigkeiten bereits angeboren hatte wie z.B. meine feine Nase, mein empfindsames Gehör oder ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Ich versuche mich daran zurückzuerinnern, was für ein Kind ich war. War ich speziell empfindsam? Fiel ich auf, verglichen mit anderen Kindern? Nein, ich kann mich nicht daran erinnern. Weder fiel ich speziell negativ noch positiv auf. Ich fiel eigentlich gar nicht großartig auf. Ich stellte mich auch nie bewusst in den Vordergrund, sondern blieb lieber unentdeckt. Doch manchmal, wenn ich mich ungerecht behandelt fühlte, dann machte ich meinem Missmut Luft. Dann fiel ich auf, natürlich negativ. Es ist oft so. Himmel hochjauchzen oder zu Tode getrübt. Gefällt mir eine Sache, setze ich mich voll dafür ein, gefällt mir etwas nicht, wende ich ...

Feinheiten oder Kleinigkeiten?

Heute geht es um das Wahrnehmen von Feinheiten oder "Kleinigkeiten", die andere Leute entweder übersehen oder gar nicht weiter beachten. Da geht es zum Beispiel um den Motorradfahrer, der uns im Auto überholt und den ich wenig später an einer Ampel wiedererkenne, weil ich mir z.B. gemerkt habe, welche Farbe seine Jacke hatte. Ich beachte ihn, während mein Nachbar ihn "übersieht" bzw. einfach nicht richtig hinsieht. Für ihn könnte es auch ein anderer Fahrer sein. Wenn ich in einen Raum gehe, sind meine Sinne wach für z.B. einen bestimmten Geruch, der mir sofort auffällt oder ein Bild, das leicht schief hängt (und mich ungemein stört). Als Kind, so erzählte mir meine Oma, habe ich einmal gesagt, dass es in der Wohnung ihres Freundes nach Rauch riecht. Sie meinte daraufhin, dass aber niemand in der Wohnung geraucht hätte und auch ihr Freund nicht rauchte. Nach vielem Suchen stellte sich heraus, dass ein Jacket, was ihr Freund vor ein paar Wochen getragen hatte, nach Ra...

Harmonie

Harmonie. Ein schönes deutsches Wort. So schön wie die Eigenschaft an sich. Obwohl das Bestreben danach so groß ist (v.a. als HSP), so ist dieses Ziel doch oft so schwer zu erreichen. Warum? Weil ich fühle!  Die Stimmungen anderer, unterschwellige Bemerkungen, Blicke usw. Ich bin ein impulsiver Mensch. Sage, was ich denke und nicht das, was andere vielleicht hören wollen. Obwohl ich bereits gelernt habe, in welchen Situationen ich reden kann und in welchen ich lieber still bin oder zustimmend nicke, obgleich ich vielleicht etwas anderes denke. Des Friedens willen. Ich bin da auch etwas gelassener geworden, solange ich nicht das Gefühl habe ungerecht behandelt zu werden. Ausgeprägter Gerechtigkeitssinn. Ich erwähnte dies bereits bei den Eigenschaften einer HSP . Andere Faktoren wie Überreizung, Pedanterie oder intensives Empfinden von Ablehnung oder Heuchelei erschweren natürlich auch das Erreichen von Harmonie. Ich möchte mich nur mit Menschen umgeben, die mir freundlich ges...

Bleib dir selbst treu

Ich weiß jetzt warum ich so bin wie ich bin. Das hilft mir ungemein. Ich muss nicht mehr ziellos umherlaufen und mir denken. Warum empfinde ich so? Was stimmt mit mir nicht? Das ist befreiend. Ich habe vor einigen Jahren, noch lange bevor ich wusste, dass ich HSP bin, einen Text mit dem Titel Auf der Suche nach Einfachheit - Eine Reise ins Ich verfasst. Es ist ein Dokument über meine Gefühls- und Gedankenwelt und die Erkenntnisse, die ich im Laufe der Jahre gewonnen habe. Ich habe es innerhalb kürzester Zeit geschrieben. Die Tastatur klimperte, was das Zeug hielt, bis ich auf einmal fertig war und alles, was mir auf der Seele lag, gesagt war. Das war auch befreiend. Ich glaube darum geht es. Zu erzählen, was einen bewegt und wenn der Zuhörer nur ein Stück Papier oder der Bildschirm ist. Zu akzeptieren, wer man ist. Sich selbst treu bleiben. Froh zu sein darüber, wer man ist und sich nicht verstecken oder verstellen müssen. Hier noch ein kleiner Auszug aus meinem Schriftstück. ...