2018-10-19

Ich gönn' mir Freiheit - selbstbestimmt leben

Den Denkanstoß zum Artikel erhielt ich dank einer Mail von Patrick von Healthy Habits, in dem er über seine neue Buchveröffentlichung Ich gönn' mir Freiheit sprach. Der Titel sprach mich sofort an.

Ich gönn' mir Freiheit und Freizeit! Das mache ich schon lange... mein Mann und ich haben da die gleiche Einstellung. Uns war es schon immer wichtiger mehr Freiheit und Freizeit zu haben, als ein dickes Portemonnaie. Und doch haben wir immer genug zum Leben. Nicht viel und für viele rätselhaft, wie wir damit auskommen, aber es geht,  indem wir uns einschränken. Nicht ständig dem Konsumrausch verfallen. Es muss für uns nicht immer das Neueste, Größte, Feinste sein... zweckmäßig sollte es sein. Gekauft wird nur das, was wir als absolut notwendig ansehen. Minimalismus lautet das Stichwort. Wir leben seit Jahren von weniger als 1000 Euro im Monat. Als dreiköpfige Familie mit Hund. Möglich ist uns das, weil wir geringe Wohnkosten haben dank Lage auf dem Land, sehr viel herunter gesetzte Ware kaufen und viel selbst erwirtschaften durch Gemüseanbau und Sammeln aus der Natur (da gibt es so viel (!) und wir nehmen uns die Zeit dafür, weil wir uns aus freien Stücken gegen eine 40 Std/Woche entschieden haben). Dazu kommt, dass wir viel selber machen (z.B. Renovierungs- und Reparaturarbeiten dank des handwerklichen Geschicks meines Mannes). Wir entscheiden uns bewusst gegen Anschaffungen, die uns zu hohe Kosten im Nachhinein bescheren könnten oder mit zu viel Schnick-Schnack behaftet sind und somit ein hohes Maß an Fehlerquellen (ergo Kosten) bedeuten können. Als Team haben wir mit unseren unterschiedlichen Fähigkeiten tolle Möglichkeiten uns zu ergänzen. Wir haben die Entscheidungsfreiheit uns Freiheiten im Leben zu schaffen, in dem wir uns für unseren Weg entscheiden und uns nicht an dem orientieren, was die anderen machen.

Viele erstaunte Gesichter sind uns im Laufe der Jahre begegnet. Wie wir uns denn den Luxus der Freiheit bzw. Freizeit leisten könnten. Es war offensichtlich, dass wir weniger arbeiteten, als andere. Wir konnten sogar noch reisen trotz sehr niedrigen Einkommens. Unsere Anschaffungen und Pläne sind immer sehr gut durchstrukturiert (dank meiner Eigenschaft als HSP). Es kommt eigentlich nie vor, dass Sachen unnötig angeschafft werden oder wir uns verkalkulieren. Ich werde manchmal fälschlicherweise, wie ich finde, als geizig hingestellt. Ich bin sparsam ja. Das gebe ich zu. Aber zwischen geizig und sparsam ist ein Unterschied.
Ich lebe nach dem Motto: weniger ist mehr. Ich kaufe mir z.B. in der Regel lieber von etwas weniger und dafür qualitativ hochwertiger, als günstig auf Masse. Mir geht es um den Genuss bei Lebensmitteln oder um die Freude im Umgang mit einem Gerät. Ich möchte mich nicht im Nachhinein darüber ärgern, dass etwas nicht funktioniert oder schmeckt, weil es ein Schnäppchen war. Also, noch einmal im Klartext. Ich gebe vielleicht mehr für ein Produkt aus, aber ich kaufe weniger.

Und genau das gilt auch in Punkto Geld. Wenn ich weniger Geld pro Monat verdiene, weil ich weniger Stunden arbeite, ist das für mich mehr, weil das bedeutet, dass ich mehr Freizeit habe und dadurch mehr Freiheit habe zu wählen, wie ich meine restliche Zeit fern ab der Arbeit verbringen möchte. Klingt logisch oder? Strategien dazu gibt es mehrere. Es gibt auch diejenigen, die auf ein Ziel in der Zukunft hin arbeiten, um sich dann Freiheit leisten zu können und sich das Plus, das sie erwirtschaften für später zurücklegen. Das haben wir auch schon gemacht, als wir auf unsere Europareise hinarbeiteten, um uns diese Auszeit gönnen zu können. Genau darüber hat Patrick Hundt von Healthy Habits ein Buch geschrieben "Ich gönn' mir Freiheit - Wie genügsamer Konsum zu weniger Arbeit und mehr Freiheit führt". Es geht um finanzielle Freiheit. Ich habe Patricks Buch noch nicht gelesen aber ich konnte mich gleich in der Beschreibung wiederfinden. Toll, dass es andere Menschen gibt, die auch entdeckt haben, dass es einen Weg aus der Konsumspirale gibt und dass sich dahinter ein spannendes Abenteuer namens Leben verbirgt, das voll ausgekostet werden möchte. Hin zu einem selbstbestimmten und zufriedenen Leben.

2018-09-10

Schenke deinem inneren Kind Aufmerksamkeit

Wie fühlt es sich? Ist es glücklich? Oder traurig? Hat es sich versteckt? Eins ist sicher. Es lebt weiter in dir. Auch als Erwachsener. Du trägst es nach außen, natürlich unbewusst. Es lebt noch. Wenn auch gut versteckt. Versteckt in einer Ecke deines Herzens. Erst, wenn du dich darum kümmerst, kannst du als Erwachsener mit einem ganz neuen Selbstbewusstsein und Selbstwert deinen Alltag meistern.

Manchmal sehe ich das Kind. Es ist traurig. Es fragt warum. Warum ist da niemand, der sich um mich kümmert? Ich fühle mich so schrecklich allein. Wo ist meine Mama? Warum sieht sie mich nicht? Warum liebt sie mich nicht? Ich brauche sie doch so sehr! Das Kind empfindet tiefen Schmerz über den Verlust der Mutter. Es sieht andere Mütter. Manchmal wünscht es sich die liebevollen Worte und zärtlichen Umarmungen einer Mutter, die ihr Kind liebt. Es hat Angst in der großen weiten Welt. Es kann nicht richtig durchatmen. Es atmet kurz und flach. Die Lungen sind nur zu einem kleinen Teil mit lebenspendenden Sauerstoff gefüllt. Es hat manchmal das Gefühl keine Luft zu bekommen. Alles ist wie zugeschnürt. An manchen Tagen ist die Trauer und Einsamkeit fast unerträglich. Ich sehe das Kind in einer Ecke zusammengekauert sitzen und empfinde tiefes Mitgefühl. Ich gehe ein paar Schritte auf das Kind zu und erkenne ein Mädchen. Es schaut zu Boden, im Arm hat sie eine kleine Puppe. Sie spendet dem Mädchen etwas Trost in Zeiten, in denen sie sich besonders einsam fühlt. Ich spreche es leise an. "Hallo, Kleines. Darf ich mich kurz zu dir setzen?" Das Mädchen ist etwas erstaunt und unsicher, freut sich aber über die Aufmerksamkeit. Ich spreche mit weicher Stimme weiter. "Du hast aber eine schöne Puppe. Sie hat fast so schöne Locken wie du. Magst du mich ein Stück begleiten? Ich möchte dir etwas zeigen." Das Mädchen guckt mich nun das erste Mal an und nickt noch etwas zögerlich. Gleichzeitig sehe ich die Neugierde in ihren Augen. Ich nehme ihre kleine Hand und gehe von der dunklen Ecke im Zimmer zur Tür und öffne diese. Ein heller Lichtstrahl trifft auf uns und wärmt unsere Gesichter. Vor uns offenbart sich eine wunderschöne Landschaft mit grünen Wiesen, Blumen, Bäumen und klaren Gewässern. "Das ist wunderschön", flüstert das Mädchen, sodass ich es kaum höre. Ihre Augen glänzen. Plötzlich überkommt mich dieses starke Gefühl sie in den Arm nehmen zu wollen. Ich gehe in die Knie, schaue sie an und streiche mit meiner Hand über ihre zarten, rosigen Wangen. Tränen laufen hinunter. Wir umarmen uns. Ich küsse ihr lockiges Haar. Ich bin für sie da. Nach einer Weile merke ich, wie sich mein Atem verändert. Ich kann auf einmal wieder tief durchatmen. Ich spüre, wie meine Muskeln und Faszien sich entspannen und die Lebensenergie in mich zurückkehrt und mein Körper mit Liebe und Licht durchflutet wird. Es ist diese tiefe Verbundenheit nach der ich mich so gesehnt habe. Die unverwechselbare Liebe zwischen Mutter und Kind.

Lese hierzu auch einen meiner früheren Artikel Das verletzte innere Kind.

2018-08-26

Tank Drum

Ich war vor ein paar Tagen in einer Klangwerkstatt und habe dort ein neues, ganz tolles Instrument für mich entdeckt. Die Tank Drum (Klangtrommel). Schon mal von gehört? Ich jedenfalls vorher noch nicht. Von einem Hang hatte ich ja bereits vor ein paar Jahren gehört und war da schon interessiert aber die Tank Drum war mir ein bisher völlig unbekanntes Instrument. Der Klang, als ich es zum ersten Mal spielte, hat mich total begeistert. Ich spielte eine ganze Weile, probierte verschiedene Tank Drums aus (spiele auch Djembe) und lauschte den verschiedenen Klängen. Es war um mich geschehen. Es ließ mich nicht mehr los und schon am nächsten Tag besuchte ich die Klangwerkstatt erneut...


Eine Tank Drum wird auch Steel Tongue Drum (Stahlzungentrommel), Hank Drum oder Tanki genannt. Sie hat einen hohlen, runden Klangkörper aus Stahl. Auf der Oberseite befinden sich sieben bis zehn Stahlzungen, die angespielt jeder einen anderen Ton erzeugen. Meine ist auf D-dur gestimmt und hat neun sog. Stahlzungen. Man kann sie entweder mit den Händen oder mit gepolsterten Klöppeln spielen. Ich bevorzuge das Spielen mit Klöppeln, da die Zungen so präziser getroffen werden und die Töne klarer und reiner klingen. Beim Spielen mit der Hand verschwimmen mir die Töne zu sehr und es klingt blechern.

Vielleicht noch wichtig zu erwähnen ist, dass man bei der Kaufentscheidung für die richtige Tankdrum ein Stimmgerät mitnimmt, wenn man wert darauf legt, dass die Tankdrum bestimmte Töne hat, zum Beispiel wenn man sie zusammen mit einem anderen Instrument spielen möchte. Außerdem kann man so auch überprüfen, ob die Noten stimmen, denn eine Zunge kann auch mal verstimmt sein. Auslöser hierfür kann zum Beispiel falsche Behandlung sein. Man kann sich allerdings auch eine extra für seine Bedürfnisse abgestimmt anfertigen lassen. So zum Beispiel auch bei Stefans Tankis.

Ähnlich wie Klangschalen werden die Tankdrums auch in therapeutischen Einrichtungen und in der Meditation eingesetzt.

Zum Schluss bekommt ihr natürlich noch eine Klangprobe. Ich spiele hier jeweils drei Töne in Folge an und insgesamt vier verschiedene Zungen. Vielleicht gefällt euch die Tank Drum ja genauso gut wie mir. Viel Spaß beim zuhören.

Ich bin seit Neuestem auch unter dem Namen Seelenmelodie bei SoundCloud zu finden. Dort werde ich in Zukunft einen Teil meiner Musik veröffentlichen.

2018-08-16

Musik, Ukulele, mein Lebenselixier

Ich bin ein fühlendes Wesen (HSP) und Musik hat mich schon immer auf ganz besondere Weise berührt. Nicht nur höre ich gerne Musik, ich musiziere auch gerne selbst. In der Musik kann ich mich treiben lassen und entspannen - im hier und jetzt leben. Vor ein paar Jahren habe ich ein kleines Instrument für mich entdeckt. Die Ukulele. Kleiner als eine Gitarre ist sie handlicher und einfach überall hin mitzunehmen.
Am besten ist es immer, wenn die Dinge zu einem kommen. So auch die Ukulele zu mir...


Es vergingen dann aber doch noch ein paar Jahre bis ich mich intensiver mit ihr beschäftigte. Zuerst brachte ich mir das Spielen ein wenig selbst bei dank YouTube und Internet. Dann besuchte ich einen Kurs für ein paar Monate und anschließend begab ich mich auf Reisen und traf Menschen mit denen ich gemeinsam musizierte. Dabei lernte ich eigentlich am meisten und es machte natürlich auch viel Spaß und motivierte mich unheimlich. Nun spiele ich regelmäßig und es ist mein Lebenselixier. Was ich besonders schön finde ist, dass ich spielen und singen vereinen kann, da ich schon viele Jahre im Chor aktiv mitgewirkt habe, ist das jetzt noch eine Steigerung. Zwar habe ich auch schon getrommelt und gesungen aber das ist sehr laut und vibrierend. Also eine ganz andere Form des Musizierens. Das kann mich auch sehr mitreißen aber da ich eher der ruhigere Typ bin, entspricht mir das Ukulele spielen und singen mehr. Mein Traum ist es nun mit dieser Kombination die Zuhörer genauso zu erreichen wie beim solo singen.

2018-08-08

Energiearbeit

Neulich fand ich den Blog von Lea Hamann und las den Artikel 5 goldene Regeln für Energiearbeit. Was dann geschah war so unglaublich, dass ich es hier in meinem Blog mit meinen Lesern teilen möchte.

Es geht zunächst darum Energien wahrzunehmen. In sich zu kehren. Zu spüren, wie es sich in einem anfühlt. Blockaden zu erspüren und zu entlassen. Blockaden können sich in körperlichen Schmerzen zeigen, die ihren Ursprung in der Kindheit haben können (Das verletzte innere Kind). Welchen Umgang sind wir mit uns und unseren Mitmenschen gewohnt? Ist es ein liebevoller Umgang? Oder ist dort viel Ablehnung?

Ich beobachte seit längerem meine Atmung. Oft ist es eine flache Atmung. Sie zeugt für eine angespannte Haltung. Immer wieder habe ich über längere Zeiträume starke Rückenschmerzen im mittleren Bereich etwas unterhalb der Schulterblätter. Es fühlt sich an wie ein schmerzhafter Muskelkater. Am schlimmsten ist es morgens nach dem Aufwachen. Wie kommt es zu diesen Verspannungen?

In dem Artikel von Lea Hamann schreibt die Autorin, dass es beim Thema Energiearbeit auf die innere Haltung ankommt. Eine gelassene Haltung und eine weiche Atmung soll dabei wieder zur Balance der Energien führen. 

Neugierig wie ich bin hab ich das natürlich ausprobiert. Was soll ich sagen? Bei mir hat es wirklich funktioniert! Wirklich zu 100%. Ich war total baff und hätte nicht mit einem so guten Ergebnis gerechnet, sprich Schmerzfreiheit meines Rückens am nächsten morgen. Leider hielt dieses Ergebnis nicht dauerhaft an. Das erkläre ich mir damit, dass ich immer noch innere Kämpfe ausführe, also Energieblockaden in mir habe. Natürlich verschwinden die nicht von heut auf morgen. Es ist die Macht der Gewohnheit, die mich leicht wieder in alte Verhaltens- und Denkmuster fallen lässt. Ich muss also üben. So wie jeder, der Meister werden möchte. Ein Auto lässt sich auch nicht an einem Tag reparieren, wenn man Lehrling ist.

So wie ich es verstehe ist die Liebe der Grundbaustein für erfolgsversprechende Energiearbeit. Es geht um Akzeptanz dem gegenüber, was ist. Den Ist-Zustand, das 'ich bin' anzunehmen. Störende Denkmuster was sein sollte oder könnte abzulegen. Unser Denken beeinflusst unseren Energiefluss in uns. Es kann uns behindern und von einem befreiten, glücklichen Leben abhalten. Bei der Energiearbeit geht es darum den Verstand ruhen zu lassen und einer inneren Weisheit zu folgen. Gelassener zu werden. Sich auf eine ruhige Atmung zu konzentrieren kann dabei helfen. Sich wieder spüren lernen. Das kann sehr befreiend sein.

Ich kann den Artikel 5 goldene Regeln für Energiearbeit von Lea Hamann wirklich nur wärmstens empfehlen. Mir hat er weitergeholfen und ich konnte bereits durch einfache Anleitung fühlen, wie ich innerlich entspannter wurde. Am Ende des Artikels gibt es eine einfache Übung, um Energiearbeit auszuprobieren. Ich fand es sehr hilfreich. 

Tauschgeschäft

Was wäre, wenn es kein Geld gäbe? Ja, was wäre dann? Wie sähe unsere Welt dann aus? Früher war das Tauschgeschäft Gang und Gebe und in gewissen Kreisen, auch im persönlichen Umfeld, ist es immer noch gängige Praxis. Ich gebe ein bisschen Gemüse und bekomme dafür ein paar Eier. Ich mache dir einen Ölwechsel und bekomme dafür eine Massage. Ich bekomme dein Buch zugeschickt und schreibe dafür einen Bericht darüber. Das sind nur ein paar wenige Beispiele wie ein Tauschgeschäft aussehen kann.
Was ich daran mag? Es ist persönlicher. Es ist ein Austausch von Fähigkeiten/Wissen/Erschafften. Es steckt die jeweilige Energie des anderen drin. Geld dagegen ist emotionslos, kühl, ohne jeglichen Charakter. Es resultiert nicht in der gleichen Wertschätzung und gibt somit nicht dieselbe Befriedigung. Für Geld gibt es Mord und Totschlag. Es fördert Anonymität, Neid und Undankbarkeit. Negative Eigenschaften, die im Tauschgeschäft mit Naturalien oder Fähigkeiten/Wissen zumindest nicht solche Ausmaße annimmt. Natürlich kann es mal sein, dass einer meint, dass das, was der Eine gibt mehr Wert ist, als das was der Andere im Gegenzug gibt aber das liegt immer im Ermessen des Einzelnen. Denn der gefühlte Wert ist persönlich zu bewerten. Wenn ich gerade Rückenschmerzen habe und eine Massage für meinen Ölwechsel bekomme, kann das ein hoch wertvoller Tausch für mich sein. Und das hat viel mit Wertschätzung und Dankbarkeit zu tun. Man gibt etwas persönliches und bekommt etwas persönliches zurück. Das ist die Zukunft für ein friedlicheres und selbstloseres Miteinander.
Und wer sagt: Ich habe nichts zu geben, der irrt. Jeder hat ein besonderes Wissen oder eine Fähigkeit, die er weitergeben kann.

2018-07-29

Sich wertschätzen

Wir vergleichen uns mit anderen. Das kann positiv und negativ sein. Positiv, wenn es uns dazu animiert an uns zu arbeiten und uns weiter zu entwickeln. Negativ, wenn wir dabei den Kontakt zu uns selbst verlieren. Wenn wir feststellen, dass viele Dinge nicht gut an uns sind. Wenn wir immer kleiner werden und die anderen immer größer. Andere sind hübscher, smarter, flinker, erfolgreicher, beliebter, glücklicher uvm.. Wir nehmen uns nicht mehr so an, wie wir sind. Wir wertschätzen nicht mehr unsere Einzigartigkeit. Das kann so weit führen, dass unser Selbstbewusstsein irgendwann richtig im Keller ist und uns der Antrieb fehlt unser eigenes Leben anzupacken.

Ich bin ich. Und das ist gut so. Konzentriere dich auf deine Stärken. Mach Dinge, die dir Freude bereiten. Umgebe dich mit Menschen, die dich mögen so wie du bist. Das bist du dir selbst wert. 💗

Hier geht's zur Selbstliebe.


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2018-07-21

Zeiten des Umbruchs

Achtung! Der folgende Text ist provokativ geschrieben und soll zum nachdenken anregen. Gerne könnt ihr am Ende einen Kommentar schreiben oder eine Diskussion starten.

Es sind im Moment Zeiten voller Veränderungen. Das sogenannte alt "bewährte" funktioniert immer häufiger nicht mehr. Weder im Bezug auf unsere Gesellschaft, Wirtschaft, das Schulsystem noch zwischenmenschlich. Ich meine, alles verändert sich. Das Leben ist Veränderung und doch sind viele von uns starr... vor Angst auf das Unbekannte oder aus Bequemlichkeit. Selbst das Klima bleibt nicht wie es war. Nie gekannte Hitze- und Trockenperioden abgelöst von wochen- oder monatelangen Regenwetterperioden oder Rekordwintern.

Das Mittelfeld verschwindet zunehmend. Auch in der Gesellschaft. Der Spalt zwischen arm und reich wächst. Die Reichen werden reicher. Die Armen ärmer. Von Himmel hoch jauchzen zu Tode getrübt. Unter denen, die im Mittelfeld übrig sind, wächst die Unzufriedenheit, Perspektivlosigkeit, Ratlosigkeit. Warum? Weil das System unfair ist. Persönliche Entfaltung und Entwicklung -Fehlanzeige! Freiheit gibt es nur für die, die finanziell gut gestellt sind. Man reibt sich auf und am Ende bleibt bestenfalls gerade genug zum ÜBERLeben. So ein Leben macht krank. Unsere Gesellschaft ist krank. Unsere Kleinen leiden am meisten darunter.
Wann werden wir verstehen, dass unsere Konsum gesteuerte Welt keine Dauerhaftigkeit hat? Sie zerstört die Umwelt, Tierwelt und das Leben vieler Menschen. Oh doch, wir wissen das bereits seit langem aber wir ignorieren es, denn wir wollen nicht verzichten. Auf das Auto, auf den Flug in den Urlaub, auf den Konsum von Milch, Fleisch, etc.pp. Ist denn Wohlstand nur möglich durch Ausbeutung?

Geld allein macht nicht glücklich! Und doch, unsere ganze Gesellschaft ist darauf aufgebaut! Ohne Moos nix los. Unser Glück hängt eben doch vom Geld ab.

Wer kam eigentlich auf die blöde Idee der Konformität? Ist Individualität nicht viel sinnvoller? Was ist mit Selbstverwirklichung? Effektives Nutzen von Fähigkeiten, die jedem Menschen angeboren sind? Wie viel glücklicher könnten doch die Menschen sein, wenn sie sich selbst verwirklichen könnten anstatt immer nur den Sklaven für andere zu spielen? Aber in den letzten Jahrzehnten ging es ja nicht um das Ausleben der eigenen Persönlichkeit. Vielmehr wurde sie unterdrückt, um uns gefügig zu machen, um das Wirtschaftsrad und damit das Geld am Laufen zu halten. Vorgegaukelt wurde uns dabei, dass aus uns nur etwas werden kann, wenn wir lernen. Allerdings nicht das, was uns persönlich interessiert, sondern das, was dem System einen Nutzen bringt. "Ich gehe gerne zur Arbeit" mag der eine oder andere sagen. Dann hast du das Privileg zu den Menschen zu gehören, die einen tieferen Sinn in ihrer Beschäftigung gefunden haben. Der Sinn ist fundamental im Dasein des Menschen, denn fühlt sich das Leben sinnlos an, fehlt der Anreiz zum Leben. Viele sind abgestumpft. Es kann mir keiner sagen, dass es glücklich macht tagein, tagaus 8 Stunden-Schichten oder mehr zu schieben in einem Job, der einem keinen Spaß macht. Das machen wir nur fürs Geld - um zu ÜBERleben. Also versklaven wir uns. Wir sind alle Sklaven dieser Gesellschaft.
Warte, was ist mit den Aussteigern? Menschen mit Visionen, Denkweisen ab der Norm, Idealisten oder auch negativer ausgedrückt die Träumer oder Spinner, die realitätsfern leben. Na ja, sie leben eben in ihrer Realität und es ist gut, dass es Andersdenker oder Querdenker gibt. Das regt auch andere Menschen zum Nachdenken an und fördert letztendlich Veränderung und Entwicklung. Hoffentlich hin zu einer besseren Welt...

...hach, dieses Gefühl von Weltschmerz...


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2017-09-30

Wie die Zugvögel...

...reisen wir gen Süden. In wärmere Gefilde. Das Herbstkleid schmückt die Bäume und so schön es anzusehen ist, so weiß jeder, der Winter steht direkt vor der Tür. Nachts erreicht das Thermometer hier oben in Nordschweden bereits Minustemperaturen und das Wasser in den Seen kann jederzeit zu Eis erstarren. Nachts legt sich ein sanfter nass-kalter Nebel über die Landschaft. An manchen Tagen hängt er den ganzen Tag zwischen den Bäumen und die tiefstehende Sonne schafft es nicht mehr ihn aufzulösen.



Viele Jahre haben wir dieses Geschehen beobachtet. Den Wechsel der Jahreszeiten. Kurze, oft verregnete und mückenreiche Sommer, die wenig beliebt sind bei der örtlichen Bevölkerung werden abgelöst von dem früh einsetzenden Herbst (ab Mitte August), der für ein paar Wochen alles zum Leuchten bringt. Die Jäger gehen in den Wald zur Elchjagd. Die Büsche hängen voller Beeren. Die Zuvögel kehren zurück auf ihrer Reise in den Süden. Unter ihnen die Kraniche und Singschwäne. Der erste Schnee fällt Ende September oder Anfang Oktober. Nun fällt die Natur für die nächsten 6-8 Monate in den Winterschlaf. Die Rentiere haben wieder ein schön dickes Fell und sind wohl genährt nach dem nahrhaften Sommer und Herbst. Die Bäume knacken bei stetig sinkenden Temperaturen und das Eis auf den Seen ächzt und knallt. Manchmal "singt" es auch, wenn das Eis Risse bildet. Die Landschaft wird in ein weißes Kleid gehüllt, ganz still und leise fallen die Flocken unentwegt bis sich eine dicke Schneeschicht gebildet hat. Die Polarnächte lassen nicht viel Tageslicht zu aber es kommt ein weiteres Licht hinzu. Das Polarlicht. Es schmückt den Polarnachthimmel in den tollsten Farben. Das Phänomen des Nordlichtes, das viele Menschen in den Norden lockt. Im März kommt die Sonne wieder über den Horizont und strahlt hell auf die schneebedeckte Landschaft. Das ist in Lappland die fünfte Jahreszeit. Der Frühlingswinter. Die Lieblingsjahreszeit der lokalen Bevölkerung. Alles zieht nach draußen mit Schneemobil oder auf Skiern. Das Eisangeln eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Bis in den Mai hinein dauert es bis der letzte Schnee verschwunden ist. Die Natur erscheint zunächst tot, überschwemmte Flüsse und Seen überall. Aber die Natur schafft es auf wundersame Weise innerhalb kürzester Zeit alles zum Grünen und Blühen zu bringen. Dank langen Mittsommernächten an denen es dann nicht mehr dunkel wird. Vier schneefreie Monate bis das Spektakel von neuem beginnt. Keine Frage, die Menschen, die hier oben wohnen, müssen den Winter mögen. Das haben wir auch viele Jahre getan. Die Ruhe genossen, saubere Luft eingeatmet, in der Natur gelebt.
Jetzt zieht es uns raus. Raus in die Welt. Szenenwechsel. Die Sinne stimulieren. Neue Eindrücke sammeln. Wärme tanken. Also folgen wir den Zugvögeln auf ihrer langen Reise gen Süden. Ins Abenteuer Leben.

2017-09-24

Small-Talk

Schon lange geistert dieses Thema immer mal in meinem Kopf herum aber irgendwie hab ich ihm nie einen eigenen Artikel gewidmet. Da ich mit dem Thema Small-Talk in den letzten Monaten verstärkt konfrontiert wurde, möchte ich es doch mal ansprechen. Gleich vorweg, Small-Talk ist nicht eine meiner Stärken. Small-Talk ist für viele Hochsensible eine echte Herausforderung. Aber man kann es auch lernen, wenn man sich darauf einlässt.

Früher gelang mir Small-Talk mal mehr mal weniger gut. Dann vermied ich ihn fast gänzlich, wodurch ich mich auch ziemlich abschottete. Dann lernte ich, dass er für mich zwar ein notwendiges Übel ist aber durchaus seine Berechtigung hat in der Kommunikation zwischen den Menschen. Heute ist Small-Talk immer noch eine Herausforderung für mich. Allerdings kann es manchmal auch Spaß machen! Das hängt natürlich von meinem Umfeld und meiner Stimmung ab. Es hängt aber auch davon ab, wie sehr ich mich darauf einlassen möchte. An manchen Tagen ist er mir zuwider und ich sehe einfach keinen Sinn darin mich über belangloses Zeug zu unterhalten. Alles viel zu oberflächlich! An anderen Tagen kann es die Stimmung auflockern, für viele Menschen scheint es oft wichtig, weil man sich austauscht oder Interesse an dem anderen Menschen zeigt. Oft wird es aber auch genutzt, um einfach Zeit tot zu schlagen (z.B. auf der Arbeit). Letzteres finde ich persönlich am schlimmsten. Beteiligt man sich nicht an einem Gespräch und mag es noch so belanglos sein, kann das beim Gegenüber als Desinteresse oder gar Ablehnung interpretiert werden und man wird als merkwürdig/unnahbar abgestempelt. Dass so ein "Gespräch" wirklich anstrengend für mich sein kann, wissen die anderen natürlich nicht, sie leben von diesem täglichen Austausch, der oft auch in Tratsch ausartet.

Nicht, dass man mich hier falsch versteht. Ich mag auch Austausch. Sehr gerne sogar. Ich unterhalte mich gerne mit Menschen, in deren Energiefeld ich mich wohl fühle oder anders ausgedrückt - wo die Chemie stimmt - und wo das Interesse echt ist (und nicht nur eine Höflichkeit). Ich unterhalte mich gerne über Lebensfragen, Gefühle oder persönliche Interessen. Also Dinge, die ich wichtig finde (Wetter, Essenstrends, wer gerade mit wem wie oft und der neueste Tratsch gehören nicht dazu!) und die im Small-Talk eigentlich nix zu suchen haben. Themen, die den meisten zu kompliziert sind oder über die sie sich nicht austauschen möchten oder nur in einem sehr engen Kreis. Das kann ich auch verstehen und respektiere ich auch. Mein Problem ist, dass ich, wenn ich merke, dass jemand nicht auf meiner Wellenlänge ist, kein gesteigertes Interesse habe mit demjenigen zu kommunizieren. Das resultiert darin, dass ich mich entweder gehörig anstrengen muss, um eine Konversation mit demjenigen zu führen oder aber mich von dieser Person bzw. den Personen distanziere bzw. mich nicht in ein Gespräch einklinke, also überwiegend schweige. Aber leider leider ist dieses Schweigen für viele auch nicht in Ordnung und sie sind dann unfreundlich oder behandeln einen als wäre man ein Außerirdischer. Sie respektieren also mein Verhalten nicht.

Nun habe ich ein paar Informationen zu dem Thema Small-Talk im Netz gefunden und habe herausgefunden, dass es vielleicht nicht nur meine Hochsensibilität ist, die Small-Talk oft als anstrengend oder sinnlos empfinden lässt, sondern zusätzlich auch ein kultureller Aspekt dahinter stecken kann. Je nach kultureller Herkunft kann es unterschiedliche Schwerpunkte bzw. Merkmale in einer Konversation geben. So ist der Deutsche z.B. meist sehr direkt in seinen Aussagen und redet nicht lange um den heißen Brei bzw. kommt gerne gleich zum Punkt und spart sich das sinnfreie Geschwafel drum herum, während in anderen kulturellen Kreisen Höflichkeitsfloskeln (egal wie aussagekräftig) das A und O sind (z.B. in den USA oder auch hier in Schweden). Small-Talk ist also nicht gleich Small-Talk.

Ich habe gelernt, dass Small-Talk wichtig für ein erstes Kennenlernen ist, für gute Stimmung sorgen kann und auch ein wichtiges Tool ist, um Verbindungen zu schaffen oder Aufrecht zu erhalten. Ist mir nicht danach aber ist es trotzdem wichtig (z.B. im Job), dann fasse ich mich dementsprechend kurz.

Mich würde interessieren: Wie steht ihr zu dem Thema? Wie wichtig ist euch Small-Talk? Mögt ihr ihn? Warum ja oder warum nein?