2019-02-15

Ich bin froh hochsensibel zu sein

Anfangs hieß die Überschrift zu diesem Beitrag "Wenn ich nicht hochsensibel wär". Dieser lag schon länger in meinen Entwürfen. Ich hatte ihn aber noch nicht mit Inhalt gefüllt. Darüber schreiben wollte ich aber schon länger. Dann las ich den Artikel von Jasmin von HealthyHabits "Pille gegen Hochsensibilität", in dem sie davon schreibt, ob sie, wenn es ein Medikament gegen Hochsensibilität gäbe, es auch nehmen würde. Und das brachte mich wieder zu meinen Gedanken: Wer wäre ich, wenn ich nicht hochsensibel wär? Am Ende des Beitrags entschied ich mich aber die Überschrift in "Ich bin froh hochsensibel zu sein" umzubenennen, denn letztendlich kommt es nicht darauf an, wer ich nicht bin, sondern nur wer ich bin.

Noch bevor ich wusste, dass ich hochsensibel bin, also, bevor ich wusste, dass meine Wesensart so genannt wird, wünschte ich mir, dass ich mich nicht so verkehrt in dieser Welt fühlte und einfach mehr Selbstbewusstsein hätte, um u.a. auch im Berufsleben klar zu kommen. Merkwürdigerweise war diese innere Unsicherheit nicht für andere ersichtlich. Sie hegten keinen Zweifel daran, dass ich mit genügend Selbstbewusstsein ausgestattet war, um mich zu behaupten, hatte ich doch keine Probleme im sozialen Kontakt mit anderen Menschen. Ich war und bin zwar nicht gerne im Mittelpunkt aber ich habe auch keine Behinderungen oder Auffälligkeiten, die mich als Sonderling hinstellen würden. Viele Jahre hat es mich gequält nicht zu wissen, was mit mir los war, denn es nur auf mangelndes Selbstbewusstsein zu reduzieren, traf nicht den Kern. Zwar war und ist das auch heute noch ein Thema bei mir aber ich weiß, dass die Thematik weit komplexer ist, seitdem ich mich mit Hochsensibilität, Introvertiertheit und verletztem inneren Kind beschäftige.

Doch alles sollte zu seiner Zeit kommen. Ich wäre damals für das Thema Hochsensibilität nicht bereit gewesen. Hielt ich mich doch immer für ziemlich taff. Moment. Das bin ich auch! 😉 Aber früher war ich auch rücksichtslos und teilweise ziemlich überheblich. Natürlich auch um meine innere Unsicherheit zu überspielen. Heute weiß ich, wäre ich nicht hochsensibel, wäre mein Leben wohl anders verlaufen. Meine Hochsensibilität hat mir die einmalige Chance gegeben mich auf eine Art und Weise mit mir selbst und mit meinem Umfeld zu beschäftigen, die mir die Augen öffnete auf dem Weg zu einem liebevollerem Umgang mit mir selbst und den Menschen um mich herum.

Man hört ja immer, dass HSPs so empfindsam, sensibel und einfühlsam sind. Das können sie durchaus sein. Aber sie können auch sehr rücksichtslos und ablehnend sein, wenn sie sich unverstanden fühlen oder überreizt und dadurch unausgeglichen sind. Ich war sehr viel überreizt. Und nun könnte man sicherlich damit argumentieren, dass ich als nicht Hochsensibler weniger überreizt gewesen wäre und somit auch ausgeglichener im Alltag, was dazu geführt hätte, dass ich auch rücksichtsvoller hätte mit meinen Mitmenschen umgehen können. Aber, wäre ich nicht hochsensibel, hätte ich nie diese Fähigkeit besessen, mich selbst so zu hinterfragen, mein Denken/Handeln und das anderer zu analysieren und zu reflektieren. Durch diese Eigenschaft habe ich sehr viel über mich und andere Menschen gelernt. Ich habe gelernt, mit mir selbst und anderen Menschen anders umzugehen, mich in Rücksicht und Achtsamkeit zu üben, Inne zuhalten.

Auch wenn ich viele Jahre unter meiner Hochsensibilität gelitten habe, so bin ich heute froh, dass ich hochsensibel bin auch wenn es Momente gibt, in denen sie zugegebenermaßen ziemlich auf den Wecker gehen kann. Reizüberflutung ist bei mir täglich ein Thema und ich werde jeden Tag ermahnt, achtsam mit mir und meinen Ressourcen umzugehen. Hochsensibilität bedeutet für mich aber auch ein enormes Entwicklungspotential und ich lerne zunehmend meine Stärken gezielt einzusetzen, was bereits zu manch schönen Erlebnissen geführt hat und mich den Menschen und mir selbst näher gebracht hat.

Eine Pille gegen Hochsensibilität? Nein danke, nicht für mich! Ich verstehe aber Jasmins Gedankengang und ich unterstütze die Überlegung, dass eine Pille für den Notfall beruhigend wirken kann, aber ich finde den Gedanken trotzdem erschreckend, weil es mich so sehr an das Ausschalten von Symptomen erinnert, was wir täglich bei zahlreichen Krankheitsbildern tun. Kopfschmerzen? Hier, nimm' eine Pille, die beseitigt das Symptom. Aber eben nicht die Ursache. Ich bin ein Freund von Ursachenforschung. Warum habe ich Kopfschmerzen? Was kann ich tun, damit diese nicht mehr so häufig auftreten oder nur noch in abgeschwächter Form? Also: Was kann ich tun, damit Hochsensibilität für mich nicht mehr als Belastung empfunden wird? Was möchte mir diese Eigenschaft sagen? Warum bin ich mit ihr beschenkt worden?

... Den Feind zum Freund machen...

2018-11-19

Touching Sounds

Seitdem ich die Tank Drum für mich entdeckt habe, wurde mein musikalischer Horizont erweitert. Ich bin so begeistert von dem Klang, dass ich jeden Tag spielen möchte. Ähnlich wie auch beim Trommeln können die rythmischen Klänge eine meditativen Zustand auslösen, indem man immer wieder dieselbe Tonfolge bzw. den gleichen Rythmus spielt. Das kann sehr entspannend und beruhigend sein.

Es gibt da ein paar fantastische Hang Drum Spieler, denen ich stundenlang zuhören könnte, so z.B. Hang Massive. Die Musik geht direkt ins Herz. Hört (und seht!) selbst... Balsam für die Seele...

2018-10-19

Ich gönn' mir Freiheit - selbstbestimmt leben

Den Denkanstoß zum Artikel erhielt ich dank einer Mail von Patrick von Healthy Habits, in dem er über seine neue Buchveröffentlichung Ich gönn' mir Freiheit sprach. Der Titel sprach mich sofort an.

Ich gönn' mir Freiheit und Freizeit! Das mache ich schon lange... mein Mann und ich haben da die gleiche Einstellung. Uns war es schon immer wichtiger mehr Freiheit und Freizeit zu haben, als ein dickes Portemonnaie. Und doch haben wir immer genug zum Leben. Nicht viel und für viele rätselhaft, wie wir damit auskommen, aber es geht,  indem wir uns einschränken. Nicht ständig dem Konsumrausch verfallen. Es muss für uns nicht immer das Neueste, Größte, Feinste sein... zweckmäßig sollte es sein. Gekauft wird nur das, was wir als absolut notwendig ansehen. Minimalismus lautet das Stichwort. Wir leben seit Jahren von weniger als 1000 Euro im Monat. Als dreiköpfige Familie mit Hund. Möglich ist uns das, weil wir geringe Wohnkosten haben dank Lage auf dem Land, sehr viel herunter gesetzte Ware kaufen und viel selbst erwirtschaften durch Gemüseanbau und Sammeln aus der Natur (da gibt es so viel (!) und wir nehmen uns die Zeit dafür, weil wir uns aus freien Stücken gegen eine 40 Std/Woche entschieden haben). Dazu kommt, dass wir viel selber machen (z.B. Renovierungs- und Reparaturarbeiten dank des handwerklichen Geschicks meines Mannes). Wir entscheiden uns bewusst gegen Anschaffungen, die uns zu hohe Kosten im Nachhinein bescheren könnten oder mit zu viel Schnick-Schnack behaftet sind und somit ein hohes Maß an Fehlerquellen (ergo Kosten) bedeuten können. Als Team haben wir mit unseren unterschiedlichen Fähigkeiten tolle Möglichkeiten uns zu ergänzen. Wir haben die Entscheidungsfreiheit uns Freiheiten im Leben zu schaffen, in dem wir uns für unseren Weg entscheiden und uns nicht an dem orientieren, was die anderen machen.

Viele erstaunte Gesichter sind uns im Laufe der Jahre begegnet. Wie wir uns denn den Luxus der Freiheit bzw. Freizeit leisten könnten. Es war offensichtlich, dass wir weniger arbeiteten, als andere. Wir konnten sogar noch reisen trotz sehr niedrigen Einkommens. Unsere Anschaffungen und Pläne sind immer sehr gut durchstrukturiert (dank meiner Eigenschaft als HSP). Es kommt eigentlich nie vor, dass Sachen unnötig angeschafft werden oder wir uns verkalkulieren. Ich werde manchmal fälschlicherweise, wie ich finde, als geizig hingestellt. Ich bin sparsam ja. Das gebe ich zu. Aber zwischen geizig und sparsam ist ein Unterschied.
Ich lebe nach dem Motto: weniger ist mehr. Ich kaufe mir z.B. in der Regel lieber von etwas weniger und dafür qualitativ hochwertiger, als günstig auf Masse. Mir geht es um den Genuss bei Lebensmitteln oder um die Freude im Umgang mit einem Gerät. Ich möchte mich nicht im Nachhinein darüber ärgern, dass etwas nicht funktioniert oder schmeckt, weil es ein Schnäppchen war. Also, noch einmal im Klartext. Ich gebe vielleicht mehr für ein Produkt aus, aber ich kaufe weniger.

Und genau das gilt auch in Punkto Geld. Wenn ich weniger Geld pro Monat verdiene, weil ich weniger Stunden arbeite, ist das für mich mehr, weil das bedeutet, dass ich mehr Freizeit habe und dadurch mehr Freiheit habe zu wählen, wie ich meine restliche Zeit fern ab der Arbeit verbringen möchte. Klingt logisch oder? Strategien dazu gibt es mehrere. Es gibt auch diejenigen, die auf ein Ziel in der Zukunft hin arbeiten, um sich dann Freiheit leisten zu können und sich das Plus, das sie erwirtschaften für später zurücklegen. Das haben wir auch schon gemacht, als wir auf unsere Europareise hinarbeiteten, um uns diese Auszeit gönnen zu können. Genau darüber hat Patrick Hundt von Healthy Habits ein Buch geschrieben "Ich gönn' mir Freiheit - Wie genügsamer Konsum zu weniger Arbeit und mehr Freiheit führt". Es geht um finanzielle Freiheit. Ich habe Patricks Buch noch nicht gelesen aber ich konnte mich gleich in der Beschreibung wiederfinden. Toll, dass es andere Menschen gibt, die auch entdeckt haben, dass es einen Weg aus der Konsumspirale gibt und dass sich dahinter ein spannendes Abenteuer namens Leben verbirgt, das voll ausgekostet werden möchte. Hin zu einem selbstbestimmten und zufriedenen Leben.

2018-09-10

Schenke deinem inneren Kind Aufmerksamkeit

Wie fühlt es sich? Ist es glücklich? Oder traurig? Hat es sich versteckt? Eins ist sicher. Es lebt weiter in dir. Auch als Erwachsener. Du trägst es nach außen, natürlich unbewusst. Es lebt noch. Wenn auch gut versteckt. Versteckt in einer Ecke deines Herzens. Erst, wenn du dich darum kümmerst, kannst du als Erwachsener mit einem ganz neuen Selbstbewusstsein und Selbstwert deinen Alltag meistern.

Manchmal sehe ich das Kind. Es ist traurig. Es fragt warum. Warum ist da niemand, der sich um mich kümmert? Ich fühle mich so schrecklich allein. Wo ist meine Mama? Warum sieht sie mich nicht? Warum liebt sie mich nicht? Ich brauche sie doch so sehr! Das Kind empfindet tiefen Schmerz über den Verlust der Mutter. Es sieht andere Mütter. Manchmal wünscht es sich die liebevollen Worte und zärtlichen Umarmungen einer Mutter, die ihr Kind liebt. Es hat Angst in der großen weiten Welt. Es kann nicht richtig durchatmen. Es atmet kurz und flach. Die Lungen sind nur zu einem kleinen Teil mit lebenspendenden Sauerstoff gefüllt. Es hat manchmal das Gefühl keine Luft zu bekommen. Alles ist wie zugeschnürt. An manchen Tagen ist die Trauer und Einsamkeit fast unerträglich. Ich sehe das Kind in einer Ecke zusammengekauert sitzen und empfinde tiefes Mitgefühl. Ich gehe ein paar Schritte auf das Kind zu und erkenne ein Mädchen. Es schaut zu Boden, im Arm hat sie eine kleine Puppe. Sie spendet dem Mädchen etwas Trost in Zeiten, in denen sie sich besonders einsam fühlt. Ich spreche es leise an. "Hallo, Kleines. Darf ich mich kurz zu dir setzen?" Das Mädchen ist etwas erstaunt und unsicher, freut sich aber über die Aufmerksamkeit. Ich spreche mit weicher Stimme weiter. "Du hast aber eine schöne Puppe. Sie hat fast so schöne Locken wie du. Magst du mich ein Stück begleiten? Ich möchte dir etwas zeigen." Das Mädchen guckt mich nun das erste Mal an und nickt noch etwas zögerlich. Gleichzeitig sehe ich die Neugierde in ihren Augen. Ich nehme ihre kleine Hand und gehe von der dunklen Ecke im Zimmer zur Tür und öffne diese. Ein heller Lichtstrahl trifft auf uns und wärmt unsere Gesichter. Vor uns offenbart sich eine wunderschöne Landschaft mit grünen Wiesen, Blumen, Bäumen und klaren Gewässern. "Das ist wunderschön", flüstert das Mädchen, sodass ich es kaum höre. Ihre Augen glänzen. Plötzlich überkommt mich dieses starke Gefühl sie in den Arm nehmen zu wollen. Ich gehe in die Knie, schaue sie an und streiche mit meiner Hand über ihre zarten, rosigen Wangen. Tränen laufen hinunter. Wir umarmen uns. Ich küsse ihr lockiges Haar. Ich bin für sie da. Nach einer Weile merke ich, wie sich mein Atem verändert. Ich kann auf einmal wieder tief durchatmen. Ich spüre, wie meine Muskeln und Faszien sich entspannen und die Lebensenergie in mich zurückkehrt und mein Körper mit Liebe und Licht durchflutet wird. Es ist diese tiefe Verbundenheit nach der ich mich so gesehnt habe. Die unverwechselbare Liebe zwischen Mutter und Kind.

Lese hierzu auch einen meiner früheren Artikel Das verletzte innere Kind.

2018-08-26

Tank Drum

Ich war vor ein paar Tagen in einer Klangwerkstatt und habe dort ein neues, ganz tolles Instrument für mich entdeckt. Die Tank Drum (Klangtrommel). Schon mal von gehört? Ich jedenfalls vorher noch nicht. Von einem Hang hatte ich ja bereits vor ein paar Jahren gehört und war da schon interessiert aber die Tank Drum war mir ein bisher völlig unbekanntes Instrument. Der Klang, als ich es zum ersten Mal spielte, hat mich total begeistert. Ich spielte eine ganze Weile, probierte verschiedene Tank Drums aus (spiele auch Djembe) und lauschte den verschiedenen Klängen. Es war um mich geschehen. Es ließ mich nicht mehr los und schon am nächsten Tag besuchte ich die Klangwerkstatt erneut...


Eine Tank Drum wird auch Steel Tongue Drum (Stahlzungentrommel), Hank Drum oder Tanki genannt. Sie hat einen hohlen, runden Klangkörper aus Stahl. Auf der Oberseite befinden sich sieben bis zehn Stahlzungen, die angespielt jeder einen anderen Ton erzeugen. Meine ist auf D-dur gestimmt und hat neun sog. Stahlzungen. Man kann sie entweder mit den Händen oder mit gepolsterten Klöppeln spielen. Ich bevorzuge das Spielen mit Klöppeln, da die Zungen so präziser getroffen werden und die Töne klarer und reiner klingen. Beim Spielen mit der Hand verschwimmen mir die Töne zu sehr und es klingt blechern.

Vielleicht noch wichtig zu erwähnen ist, dass man bei der Kaufentscheidung für die richtige Tankdrum ein Stimmgerät mitnimmt, wenn man wert darauf legt, dass die Tankdrum bestimmte Töne hat, zum Beispiel wenn man sie zusammen mit einem anderen Instrument spielen möchte. Außerdem kann man so auch überprüfen, ob die Noten stimmen, denn eine Zunge kann auch mal verstimmt sein. Auslöser hierfür kann zum Beispiel falsche Behandlung sein. Man kann sich allerdings auch eine extra für seine Bedürfnisse abgestimmt anfertigen lassen. So zum Beispiel auch bei Stefans Tankis.

Ähnlich wie Klangschalen werden die Tankdrums auch in therapeutischen Einrichtungen und in der Meditation eingesetzt.

Zum Schluss bekommt ihr natürlich noch eine Klangprobe. Ich spiele hier jeweils drei Töne in Folge an und insgesamt vier verschiedene Zungen. Vielleicht gefällt euch die Tank Drum ja genauso gut wie mir. Viel Spaß beim zuhören.

Ich bin seit Neuestem auch unter dem Namen Seelenmelodie bei SoundCloud zu finden. Dort werde ich in Zukunft einen Teil meiner Musik veröffentlichen.

2018-08-16

Musik, Ukulele, mein Lebenselixier

Ich bin ein fühlendes Wesen (HSP) und Musik hat mich schon immer auf ganz besondere Weise berührt. Nicht nur höre ich gerne Musik, ich musiziere auch gerne selbst. In der Musik kann ich mich treiben lassen und entspannen - im hier und jetzt leben. Vor ein paar Jahren habe ich ein kleines Instrument für mich entdeckt. Die Ukulele. Kleiner als eine Gitarre ist sie handlicher und einfach überall hin mitzunehmen.
Am besten ist es immer, wenn die Dinge zu einem kommen. So auch die Ukulele zu mir...


Es vergingen dann aber doch noch ein paar Jahre bis ich mich intensiver mit ihr beschäftigte. Zuerst brachte ich mir das Spielen ein wenig selbst bei dank YouTube und Internet. Dann besuchte ich einen Kurs für ein paar Monate und anschließend begab ich mich auf Reisen und traf Menschen mit denen ich gemeinsam musizierte. Dabei lernte ich eigentlich am meisten und es machte natürlich auch viel Spaß und motivierte mich unheimlich. Nun spiele ich regelmäßig und es ist mein Lebenselixier. Was ich besonders schön finde ist, dass ich spielen und singen vereinen kann, da ich schon viele Jahre im Chor aktiv mitgewirkt habe, ist das jetzt noch eine Steigerung. Zwar habe ich auch schon getrommelt und gesungen aber das ist sehr laut und vibrierend. Also eine ganz andere Form des Musizierens. Das kann mich auch sehr mitreißen aber da ich eher der ruhigere Typ bin, entspricht mir das Ukulele spielen und singen mehr. Mein Traum ist es nun mit dieser Kombination die Zuhörer genauso zu erreichen wie beim solo singen.

2018-08-08

Energiearbeit

Neulich fand ich den Blog von Lea Hamann und las den Artikel 5 goldene Regeln für Energiearbeit. Was dann geschah war so unglaublich, dass ich es hier in meinem Blog mit meinen Lesern teilen möchte.

Es geht zunächst darum Energien wahrzunehmen. In sich zu kehren. Zu spüren, wie es sich in einem anfühlt. Blockaden zu erspüren und zu entlassen. Blockaden können sich in körperlichen Schmerzen zeigen, die ihren Ursprung in der Kindheit haben können (Das verletzte innere Kind). Welchen Umgang sind wir mit uns und unseren Mitmenschen gewohnt? Ist es ein liebevoller Umgang? Oder ist dort viel Ablehnung?

Ich beobachte seit längerem meine Atmung. Oft ist es eine flache Atmung. Sie zeugt für eine angespannte Haltung. Immer wieder habe ich über längere Zeiträume starke Rückenschmerzen im mittleren Bereich etwas unterhalb der Schulterblätter. Es fühlt sich an wie ein schmerzhafter Muskelkater. Am schlimmsten ist es morgens nach dem Aufwachen. Wie kommt es zu diesen Verspannungen?

In dem Artikel von Lea Hamann schreibt die Autorin, dass es beim Thema Energiearbeit auf die innere Haltung ankommt. Eine gelassene Haltung und eine weiche Atmung soll dabei wieder zur Balance der Energien führen. 

Neugierig wie ich bin hab ich das natürlich ausprobiert. Was soll ich sagen? Bei mir hat es wirklich funktioniert! Wirklich zu 100%. Ich war total baff und hätte nicht mit einem so guten Ergebnis gerechnet, sprich Schmerzfreiheit meines Rückens am nächsten morgen. Leider hielt dieses Ergebnis nicht dauerhaft an. Das erkläre ich mir damit, dass ich immer noch innere Kämpfe ausführe, also Energieblockaden in mir habe. Natürlich verschwinden die nicht von heut auf morgen. Es ist die Macht der Gewohnheit, die mich leicht wieder in alte Verhaltens- und Denkmuster fallen lässt. Ich muss also üben. So wie jeder, der Meister werden möchte. Ein Auto lässt sich auch nicht an einem Tag reparieren, wenn man Lehrling ist.

So wie ich es verstehe ist die Liebe der Grundbaustein für erfolgsversprechende Energiearbeit. Es geht um Akzeptanz dem gegenüber, was ist. Den Ist-Zustand, das 'ich bin' anzunehmen. Störende Denkmuster was sein sollte oder könnte abzulegen. Unser Denken beeinflusst unseren Energiefluss in uns. Es kann uns behindern und von einem befreiten, glücklichen Leben abhalten. Bei der Energiearbeit geht es darum den Verstand ruhen zu lassen und einer inneren Weisheit zu folgen. Gelassener zu werden. Sich auf eine ruhige Atmung zu konzentrieren kann dabei helfen. Sich wieder spüren lernen. Das kann sehr befreiend sein.

Ich kann den Artikel 5 goldene Regeln für Energiearbeit von Lea Hamann wirklich nur wärmstens empfehlen. Mir hat er weitergeholfen und ich konnte bereits durch einfache Anleitung fühlen, wie ich innerlich entspannter wurde. Am Ende des Artikels gibt es eine einfache Übung, um Energiearbeit auszuprobieren. Ich fand es sehr hilfreich. 

Tauschgeschäft

Was wäre, wenn es kein Geld gäbe? Ja, was wäre dann? Wie sähe unsere Welt dann aus? Früher war das Tauschgeschäft Gang und Gebe und in gewissen Kreisen, auch im persönlichen Umfeld, ist es immer noch gängige Praxis. Ich gebe ein bisschen Gemüse und bekomme dafür ein paar Eier. Ich mache dir einen Ölwechsel und bekomme dafür eine Massage. Ich bekomme dein Buch zugeschickt und schreibe dafür einen Bericht darüber. Das sind nur ein paar wenige Beispiele wie ein Tauschgeschäft aussehen kann.
Was ich daran mag? Es ist persönlicher. Es ist ein Austausch von Fähigkeiten/Wissen/Erschafften. Es steckt die jeweilige Energie des anderen drin. Geld dagegen ist emotionslos, kühl, ohne jeglichen Charakter. Es resultiert nicht in der gleichen Wertschätzung und gibt somit nicht dieselbe Befriedigung. Für Geld gibt es Mord und Totschlag. Es fördert Anonymität, Neid und Undankbarkeit. Negative Eigenschaften, die im Tauschgeschäft mit Naturalien oder Fähigkeiten/Wissen zumindest nicht solche Ausmaße annimmt. Natürlich kann es mal sein, dass einer meint, dass das, was der Eine gibt mehr Wert ist, als das was der Andere im Gegenzug gibt aber das liegt immer im Ermessen des Einzelnen. Denn der gefühlte Wert ist persönlich zu bewerten. Wenn ich gerade Rückenschmerzen habe und eine Massage für meinen Ölwechsel bekomme, kann das ein hoch wertvoller Tausch für mich sein. Und das hat viel mit Wertschätzung und Dankbarkeit zu tun. Man gibt etwas persönliches und bekommt etwas persönliches zurück. Das ist die Zukunft für ein friedlicheres und selbstloseres Miteinander.
Und wer sagt: Ich habe nichts zu geben, der irrt. Jeder hat ein besonderes Wissen oder eine Fähigkeit, die er weitergeben kann.

2018-07-29

Sich wertschätzen

Wir vergleichen uns mit anderen. Das kann positiv und negativ sein. Positiv, wenn es uns dazu animiert an uns zu arbeiten und uns weiter zu entwickeln. Negativ, wenn wir dabei den Kontakt zu uns selbst verlieren. Wenn wir feststellen, dass viele Dinge nicht gut an uns sind. Wenn wir immer kleiner werden und die anderen immer größer. Andere sind hübscher, smarter, flinker, erfolgreicher, beliebter, glücklicher uvm.. Wir nehmen uns nicht mehr so an, wie wir sind. Wir wertschätzen nicht mehr unsere Einzigartigkeit. Das kann so weit führen, dass unser Selbstbewusstsein irgendwann richtig im Keller ist und uns der Antrieb fehlt unser eigenes Leben anzupacken.

Ich bin ich. Und das ist gut so. Konzentriere dich auf deine Stärken. Mach Dinge, die dir Freude bereiten. Umgebe dich mit Menschen, die dich mögen so wie du bist. Das bist du dir selbst wert. 💗

Hier geht's zur Selbstliebe.


Kommentare zu diesem Artikel auf anderen Medien:

2018-07-21

Zeiten des Umbruchs

Achtung! Der folgende Text ist provokativ geschrieben und soll zum nachdenken anregen. Gerne könnt ihr am Ende einen Kommentar schreiben oder eine Diskussion starten.

Es sind im Moment Zeiten voller Veränderungen. Das sogenannte alt "bewährte" funktioniert immer häufiger nicht mehr. Weder im Bezug auf unsere Gesellschaft, Wirtschaft, das Schulsystem noch zwischenmenschlich. Ich meine, alles verändert sich. Das Leben ist Veränderung und doch sind viele von uns starr... vor Angst auf das Unbekannte oder aus Bequemlichkeit. Selbst das Klima bleibt nicht wie es war. Nie gekannte Hitze- und Trockenperioden abgelöst von wochen- oder monatelangen Regenwetterperioden oder Rekordwintern.

Das Mittelfeld verschwindet zunehmend. Auch in der Gesellschaft. Der Spalt zwischen arm und reich wächst. Die Reichen werden reicher. Die Armen ärmer. Von Himmel hoch jauchzen zu Tode getrübt. Unter denen, die im Mittelfeld übrig sind, wächst die Unzufriedenheit, Perspektivlosigkeit, Ratlosigkeit. Warum? Weil das System unfair ist. Persönliche Entfaltung und Entwicklung -Fehlanzeige! Freiheit gibt es nur für die, die finanziell gut gestellt sind. Man reibt sich auf und am Ende bleibt bestenfalls gerade genug zum ÜBERLeben. So ein Leben macht krank. Unsere Gesellschaft ist krank. Unsere Kleinen leiden am meisten darunter.
Wann werden wir verstehen, dass unsere Konsum gesteuerte Welt keine Dauerhaftigkeit hat? Sie zerstört die Umwelt, Tierwelt und das Leben vieler Menschen. Oh doch, wir wissen das bereits seit langem aber wir ignorieren es, denn wir wollen nicht verzichten. Auf das Auto, auf den Flug in den Urlaub, auf den Konsum von Milch, Fleisch, etc.pp. Ist denn Wohlstand nur möglich durch Ausbeutung?

Geld allein macht nicht glücklich! Und doch, unsere ganze Gesellschaft ist darauf aufgebaut! Ohne Moos nix los. Unser Glück hängt eben doch vom Geld ab.

Wer kam eigentlich auf die blöde Idee der Konformität? Ist Individualität nicht viel sinnvoller? Was ist mit Selbstverwirklichung? Effektives Nutzen von Fähigkeiten, die jedem Menschen angeboren sind? Wie viel glücklicher könnten doch die Menschen sein, wenn sie sich selbst verwirklichen könnten anstatt immer nur den Sklaven für andere zu spielen? Aber in den letzten Jahrzehnten ging es ja nicht um das Ausleben der eigenen Persönlichkeit. Vielmehr wurde sie unterdrückt, um uns gefügig zu machen, um das Wirtschaftsrad und damit das Geld am Laufen zu halten. Vorgegaukelt wurde uns dabei, dass aus uns nur etwas werden kann, wenn wir lernen. Allerdings nicht das, was uns persönlich interessiert, sondern das, was dem System einen Nutzen bringt. "Ich gehe gerne zur Arbeit" mag der eine oder andere sagen. Dann hast du das Privileg zu den Menschen zu gehören, die einen tieferen Sinn in ihrer Beschäftigung gefunden haben. Der Sinn ist fundamental im Dasein des Menschen, denn fühlt sich das Leben sinnlos an, fehlt der Anreiz zum Leben. Viele sind abgestumpft. Es kann mir keiner sagen, dass es glücklich macht tagein, tagaus 8 Stunden-Schichten oder mehr zu schieben in einem Job, der einem keinen Spaß macht. Das machen wir nur fürs Geld - um zu ÜBERleben. Also versklaven wir uns. Wir sind alle Sklaven dieser Gesellschaft.
Warte, was ist mit den Aussteigern? Menschen mit Visionen, Denkweisen ab der Norm, Idealisten oder auch negativer ausgedrückt die Träumer oder Spinner, die realitätsfern leben. Na ja, sie leben eben in ihrer Realität und es ist gut, dass es Andersdenker oder Querdenker gibt. Das regt auch andere Menschen zum Nachdenken an und fördert letztendlich Veränderung und Entwicklung. Hoffentlich hin zu einer besseren Welt...

...hach, dieses Gefühl von Weltschmerz...


Kommentare zu diesem Artikel auf anderen Medien: